Das Bayerische Institut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) legt mit dem “Bayerischen Absolventenpanel” (BAP) eine aktuelle Studie vor, die den Übergang von Hochschulabsolventen in den Arbeitsmarkt untersucht. Das Ergebnis ist positiv: über 80 Prozent der Ingenieure und Naturwissenschaftler sowie etwa 70 Prozent der Kultur- und Sozialwissenschaftler schafften innerhalb der ersten zwölf Monaten nach Beendigung ihres Studiums in Bayern den Berufseinstieg.
Die Studie umfasst neben einer umfangreichen Analyse der Studienbedingungen und der Dauer bis zur Aufnahme der ersten Beschäftigung auch eine Untersuchung der Attribute des neuen Berufs. Hierzu zählen die vertragliche Gestaltung, das Einkommen, die Angemessenheit der Beschäftigung sowie die berufliche Zufriedenheit insgesamt. So erhielten Absolventen der Ingenieurswissenschaften mit 55 Prozent den höchsten Anteil an unbefristeten Stellenzusagen direkt nach dem Studium und gehören zu den Spitzenverdienern, während sich Mathematiker und Naturwissenschaftler mit Ihrer Tätigkeit am zufriedensten zeigten. Im Gegensatz dazu empfanden nur 50 bis 70 Prozent der Geistes- und Sozialwissenschaftler ihre Tätigkeit als erfüllend, das Einkommen wird nur von einem knappen Drittel als angemessen eingeschätzt. Praktika nach Studienende sind in den Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften zudem am weitesten verbreitet, da hier die Studieninhalte einen schwächeren Berufsbezug aufweisen. Sie betreffen aber maximal jeden sechsten Absolventen und sind vorteilhafter für den Berufseinstieg als Minijobs oder Phasen von Inaktivität.
Das BAP wurde auf Basis einer repräsentativen und langfristig angelegten Befragung im gesamten Landesgebiet ermittelt, an der alle (Fach-)Hochschulen mitwirkten. Aktuell befragt wurden hierbei Absolventen des Jahrgangs 2004. Ziel des Langzeitprojektes ist, ausgewählte Absolventenjahrgänge zu mehreren festgelegten Zeitpunkten zu befragen, um ein genaues Bild von Berufseinstieg und Karriereweg zu erhalten und so einen Vergleich herstellen zu können. Unterm Strich kommt dabei ein positives Zeugnis heraus: der Hochschulabschluss lohnt sich für den Einzelnen, die Einkommensvorteile gegenüber einer Berufsausbildung betragen je nach Studienfach bis zu 12 Prozent mehr im gesamten Erwerbsleben.
Quelle: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF)


















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