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Tag Archive | "Berufseinstieg"

Das IT-Traineeship der Allianz – Der Karrierestart für Informatiker

Tags: Allianz, Berufseinstieg, IT-Traineeship, Karrierestart für Informatiker, Traineeprogramm für Informatiker

Das IT-Traineeship der Allianz – Der Karrierestart für Informatiker

Posted on 10 Mai 2010


Als Student hat man es bei der Wahl des richtigen Praktikums nicht einfach. Das Unternehmen  sollte zum späteren Berufsfeld passen, ebenso die Branche und die Tätigkeiten. Gut, dass es Unternehmen gibt, bei denen man sich ausprobieren kann. Sie vermitteln einem jungen Berufseinsteiger durch ein Praktikum einen Gesamteindruck des Arbeitsalltags, ohne sich dabei auf einen einzigen Geschäftsbereich zu fokussieren. Die Allianz ist solch ein Unternehmen. Bei einem der größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsdienstleister weltweit kann man nicht nur in der Versicherungs- und Finanzbranche erste Berufsluft schnuppern. Auch ITler, Wirtschaftswissenschaftler, Mathematiker oder Jurastudenten sind gern gesehene Praktikanten. Wer sich für ein Praktikum in der IT entscheidet, eröffnet sich zudem gute Zukunftschancen bei der Allianz. Denn ein Unternehmen mit weltweit rund 153.000 Mitarbeitern, die in über 70 Ländern der Erde aktiv sind, braucht, um seinen Kunden den bestmöglichen Service bieten zu können, eine riesige technische Infrastruktur. Eine Infrastruktur dessen Herzstück die IT ist. Deswegen hat das Unternehmen ein Traineeprogramm entwickelt, das speziell auf die Aus- und Weiterbildung von jungen Informatikern ausgerichtet ist.

Das Traineeprogramm der Allianz ist für Informatiker eine attraktive Alternative zum klassischen Direkteinstieg in das Unternehmen. Mithilfe eines strukturierten Programms soll der zukünftige Nachwuchs mit dem Unternehmen vertraut gemacht werden und die verschiedenen Geschäftsbereiche der IT und des gesamten Unternehmens kennen lernen. Das Ziel: Die Trainees mittel- und langfristig zu Fach- und Führungskräften auszubilden. Das Programm dauert 18 Monate. Während dieser Zeit arbeiten die jungen Berufseinsteiger in mehreren Abteilungen, bekommen Mentoren zur Seite gestellt und erhalten zusätzliche Möglichkeiten, sich persönlich sowie fachlich weiterzubilden. Rudolf Reisinger ist einer der ersten IT-Trainees der Allianz. Er ist 27 Jahre alt und hat an der Technischen Universität München Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre, kurz TUM-BWL, studiert. Für ihn ist das IT-Traineeprogramm das Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere bei der Allianz.

Abwechslung dank Rotation

Während der 18 Monate durchläuft jeder Trainee vier verschiedene Abteilungen. Diese werden speziell auf die Qualifikationen und Zukunftsvorstellungen der Programmteilnehmer abgestimmt. Rudolf Reisinger steht noch am Anfang seiner IT-Karriere bei der Allianz. Zunächst steht eine Orientierungsphase auf dem Programm, während der er bereits eine Teilprojektleitung übernehmen kann.  Im Anschluss sieht das IT-Traineeship eine Spezialisierung und die Übernahme einer Assistenz im mittleren bzw. oberen Managementbereich vor. „Das hat den Vorteil, dass alle Trainees ein sehr gutes Verständnis entwickeln wie die Allianz als Gesamtunternehmen agiert.“, weiß Julia Laas, Leiterin Personalmarketing der Allianz Deutschland AG. Sie verrät außerdem, dass als letzte Station des Programms optional ein Auslandsaufenthalt möglich sei. Hier könnten die Teilnehmer durchaus ihre Präferenzen äußern, dennoch sollte der Auslandsaufenthalt vor allem mit den Qualifikationen des Trainees und den Anforderungen der ausgeschriebenen Auslandsstelle korrespondieren. Auch Rudolf Reisinger möchte zum Ende  seines Traineeprogramms an einem der weltweiten Allianz-Standorte arbeiten. Ein genaues Ziel gibt es zwar noch nicht, aber die Richtung, in die es gehen soll, steht schon fest. „Mein Favorit wäre der asiatische Raum, beispielsweise Hong Kong oder Malaysia.“

Eine Führungsperson als Mentor

Jeder IT-Trainee bekommt für die Programmzeit einen eigenen Mentor zur Seite gestellt. Dessen Aufgabe ist es, seinem Trainee bei Fragen oder Problemen zu helfen und gemeinsam mit ihm zu überlegen wie die Zukunft nach dem Traineeship ausschauen könnte. Das Besondere dabei ist, dass die Mentoren hochrangige Führungskräfte des Allianz-Konzerns sind. Rudolf Reisinger ist das Verhältnis zu seinem Mentor jedoch wichtiger als dessen Position im Unternehmen. Er sagt, dass man nach und nach ein richtiges Vertrauensverhältnis zu seinem Mentor aufbaue, weshalb der Mentor auch über das rein Berufliche hinaus als Berater bereit stehe. Auch Julia Laas betont, dass den IT-Trainees durch das Mentoring der Einstieg ins Unternehmen erleichtert werde, indem man ihnen langfristig eine Vertrauensperson an die Hand gebe.

Weiterbildungsmaßnahmen während des Traineeprogramms

Neben der täglichen Arbeit in den jeweiligen Abteilungen bietet die Allianz ihren Programmteilnehmern zahlreiche begleitende Bildungsmaßnahmen. Hier wird zwischen zwei Bausteinen unterschieden: die Persönlichkeitsentwicklung und die Elemente zur fachlichen Weiterqualifizierung in der IT-Branche. Ersteres dient vor allem dem Ausbau der branchennahen Soft Skills wie Teamgeist, Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten oder Einfühlungsvermögen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit während des Trainees an einem Versicherungsplanspiel sowie einem Präsentations- und Verhandlungsworkshop teilzunehmen.  Die Seminare auf der fachlichen Ebene passe man den fachlichen Vorkenntnissen und dem individuellen Einsatzgebiet an, meint Julia Laas. Für Rudolf Reisinger waren die zusätzlichen Bildungsmöglichkeiten sogar der entscheidende Punkt, warum er sich für das IT-Trainee der Allianz entschieden hat. Für ihn spiele die Balance zwischen Fachlichkeit und individueller Förderung eine wichtige Rolle, da beides für seine spätere Karriere als Spezialist bzw. Führungskraft unabdingbar sei.

Eine Zukunft bei der Allianz

Die Trainees von heute sind die Fach- und Führungskräfte von morgen, denn alle Programmteilnehmer bekommen einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Allianz. Es liege in der Natur der Sache, diejenigen, die man gefördert und weitergebildet hat, im Unternehmen zu halten, so Julia Laas. Neben einem festen Arbeitsplatz und einem branchenüblichen Gehalt bietet die Allianz ihrem Nachwuchs noch weitere Unterstützung. Jeder Trainee – so wie jeder andere Allianz-Mitarbeiter auch – wird von Anfang in die betriebliche Altersversorgung aufgenommen, in der die Allianz die eingezahlten Beiträge noch einmal verdoppelt. Zur nicht-monetären Vergütung gehören außerdem Gewinnbeteiligungen, Mitarbeitertarife für Versicherungsprodukte sowie ein eigener Sportclub. Wenn es ums Geld geht, fällt Rudolf Reisinger nur eins ein: „Ich bin sehr zufrieden.“ Und auch sonst sei die Entscheidung für das IT-Traineeprogramm bei der Allianz eine gute Entscheidung gewesen.

Das IT-Traineeprogramm der Allianz startet zwei Mal im Jahr, jeweils im April und im Oktober. Jeder Interessierte sollte sich mindestens vier Monate im Voraus bewerben. Die Anzahl der Teilnehmer wird vorher nicht festgelegt. Laut Julia Laas hängen die Zusagen von der Qualität der Bewerber ab. Bewerben sollte man sich am besten über die Karriere-Website der Allianz: www.perspektiven.allianz.de/it-trainee. Wer potentielle Kollegen bereits vorab kennen lernen möchte, kann dies auf www.spannende-jobs.de tun. Dort erzählen Allianz-Mitarbeiter, unter anderem auch einige Trainees, von ihrer täglichen Arbeit bei der Allianz.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei…. Ebay?

Tags: Berufseinstieg, Bewerbung Ebay, Bewerbungs-Tipps, Doreen Hohensee, Personaler-Interview

Wie bewerbe ich mich am besten bei…. Ebay?

Posted on 11 September 2009


ebay

PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Doreen Hohensee, Human Resources Managerin bei der eBay GmbH.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Hohensee:
Als ein Internetunternehmen ziehen wir Online- oder Mail-Bewerbungen vor.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Hohensee: Ein Bewerber erschwert uns die schnelle Bearbeitung seiner Unterlagen, wenn er seine Unterlagen einzeln einscannt und betitelt. Wünschenswert sind komprimierte pdf-Dokumente.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Hohensee: Sicher sind Videobewerbungen eine innovative Möglichkeit der Kandidatenvorstellung. Da wir jedoch eine Bewerberdatenbank mit limitierter Dateigröße nutzen, ist dies bei uns noch nicht möglich.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

ebay_liste

PRAKTIKUMSFUEHRER:
In welchen Bereichen kann man sich derzeit bei eBay bewerben und wo suchen Sie noch kreative Köpfe?

Hohensee: Wir suchen fortlaufend Praktikanten – Studenten oder auch Absolventen – in den verschiedensten Bereichen unseres Unternehmens, z. B. im Marketing, Product Management, Sales, bei Finance, PR, Legal, u. a.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Unter Studenten kommt im Moment die Frage auf, ob man mit einem Bachelor-Abschluss weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat als mit einem Diplom oder vergleichbaren Master. Wie ist das in Ihrem Unternehmen? Bevorzugen Sie einen Abschluss?

Hohensee: Prinzipiell kommt es bei uns darauf an, was die Studenten können und nicht unbedingt nur darauf, was studiert wurde. Über die Einstellung entscheidet letztendlich das Gesamtbild des Bewerbers, d.h. seine fachliche und persönliche Qualifikation. Jemand mit Bachelor-Abschluss kann uns genauso überzeugen. Wichtig sind uns die Sozialkompetenzen (Teamfähigkeit, Eigeninitiative etc.), hohe eCommerce- und Internet-Affinität sowie sicheres Englisch in Wort und Schrift. Zudem sollten Bewerber 6 Monate Zeit für ein Praktikum bei uns mitbringen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Orientieren Sie sich bei der Mitarbeiterauswahl auch an deren Profilen in einem Social Network wie „Xing“ oder „StudiVZ“?

Hohensee:
Nein, die persönlichen Profile auf diesen Plattformen spielen im Praktikanten-Recruiting für uns keine Rolle.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Hohensee: Das Arbeitsklima bei PayPal, eBay und den anderen Schwesterfirmen von eBay ist offen und herzlich. Die Erwartungen an die Leistungen des Einzelnen sind hoch. Aber im Gegenzug wird eine sehr gute Work-Life-Balance garantiert. Auf dem Firmengelände stehen den Mitarbeitern ein Fitnessstudio, ein Beachvolleyballfeld sowie ein eigens angelegter See zur Verfügung. In den Pausen kann nach Belieben Tischfußball oder Wii gespielt werden. Und es gehört zur Firmenphilosophie, dass People Manager (Führungskräfte) darauf achten, ob einzelne Mitarbeiter besonders stressige Arbeitsphasen haben. Dann werden sie danach zum Ausgleich auch mal früher nach Hause geschickt.

Was besonders junge Einsteiger bei der eBay Gruppe hoch schätzen, ist das harmonische Miteinander und die ganzheitlich Einbindung in die jeweiligen Teams. Das fängt dabei an, dass es auf allen Hierarchieebenen keinen “Dress-Code” gibt. Dies spiegelt sich auch in den Räumlichkeiten wider. Die Führungskräfte sitzen mit ihren Mitarbeitern an Arbeitsinseln uns sorgen somit für kurze Kommunikations- und Entscheidungswege.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Erwarten Sie von Ihren zukünftigen Mitarbeitern Flexibilität und Mobilität in Bezug auf den Arbeitsort und die Arbeitszeiten?

Hohensee:
Die vertragliche Wochenarbeitszeit bei der eBay Gruppe beträgt 40 Stunden. Wie in jedem Business kommt es bei uns auch mal zu Hochdruckphasen. In diesen  erwarten wir eine gewisse Flexibilität von unseren Mitarbeitern. Im Gegenzug sorgt die Führungskraft für einen entsprechenden Ausgleich und garantiert damit die Work-Life-Balance.

Als Deutschlandgeschäft haben wir unseren Firmensitz im Europarc Dreilinden bei Berlin, dies ist auch der Arbeitsort für unsere Mitarbeiter.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Aufstiegschancen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gibt es, wenn man Teil Ihres Unternehmens ist?

Hohensee: Da wir ein sehr junges Unternehmen sind, gibt es bei uns keine vorgezeichneten Karrierewege. Die Aufstiegsmöglichkeiten hängen von der Leistung der einzelnen Mitarbeiter und der weiteren Organisationsentwicklung ab. Diese können sich in der jeweiligen Firma, aber auch innerhalb der eBay Gruppe ergeben. In regelmäßigen Halbjahres- und Entwicklungsgesprächen werden den Mitarbeitern transparent gemacht, welche Anforderungen an ihn gestellt werden und welche Maßnahmen individuell notwendig sind, um die nächsten Karriereschritte zu vollziehen. Ein globales Bonusprogramm sieht leistungsorientierte Vergütung vor. Daneben bieten wir neben internen und externen Trainings, ein Mentoren- sowie ein internationales Austauschprogramm zur weiteren Unterstützung der persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Doreen Hohensee? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… UNISTER?

Tags: Berufseinstieg, Bewerbungs-Tipps, Friederike Wystup, Personaler-Interview, UNISTER GmbH

Wie bewerbe ich mich am besten bei… UNISTER?

Posted on 28 August 2009


unister

PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Friederike Wystup, Personalreferentin Recruiting bei der  Unister GmbH.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Wystup: Auf jeden Fall die digitale Form der Bewerbung. Entweder im Anhang einer E-Mail oder als Onlinebewerbung über unsere Homepage.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Wystup: Die Anhänge, wie z. B. Lebenslauf und Anschreiben, als nicht-schreibgeschützte Word-Dokumente hochzuladen ist nicht angebracht. Damit Format und Layout dem Personaler so angezeigt werden, wie es vom Bewerber gewollt ist, sollte auf jeden Fall ein PDF-Dokument erzeugt werden. Dann vermeidet man auch, dass Rechtschreibfehler oder unbekannte Worte plakativ rot unterstrichen dem Leser ins Auge stechen. Prinzipiell gilt: eine Onlinebewerbung sollte den gleichen Inhalt und Aufbau haben wie eine Bewerbungsmappe und genauso ordentlich und ansprechend gestaltet sein.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Wystup: In erster Linie kommt es immer auf das Profil des Kandidaten an, und nicht auf die Bewerbungsform. Auf jeden Fall sticht man mit solch einer Bewerbung heraus, und wenn das Video dann gut gemacht ist, bekommt man schon einmal Pluspunkte für Kreativität und Mut. Abraten würde ich von dieser Bewerbungsform, wenn man sich im Managementbereich bewirbt: das kann leicht zu verspielt wirken.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

Wystup:

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PRAKTIKUMSFUEHRER: Unister expandiert, allein in den letzten 12 Monaten starteten sieben neue Portale. In welchen Bereichen kann man sich derzeit bewerben und haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Wystup: Derzeit haben wir Vakanzen in nahezu allen Bereichen, ob im Management, Web-Development, Grafik, Redaktion oder Marketing. Die Positionen reichen vom Berufseinsteiger bis hin zum Manager mit vielen Jahren Berufserfahrung. In vielen Bereichen ist die Studienrichtung nicht ausschlaggebend. Gute Chancen hat man bei Unister, wenn man eine ausgeprägte Affinität zum Internet mitbringt und einen proaktiven, selbstständigen Arbeitsstil an den Tag legt.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Praktika und Traineeships sind für Absolventen der häufigste Weg zum Berufseinstieg. Welche Möglichkeiten bieten sich hier in Ihrem Unternehmen?

Wystup:
Wir bieten in allen Bereichen drei- bis sechsmonatige Praktika für Studierende an. Praktika nach dem Studium sind bei uns nicht üblich – Absolventen können sich bei uns direkt auf Trainee-, Junior- oder Assistenzpositionen beweisen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Unter Studenten kommt im Moment die Frage auf, ob man mit einem Bachelor-Abschluss weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat als mit einem Diplom oder vergleichbaren Master. Wie ist das in Ihrem Unternehmen? Bevorzugen Sie einen Abschluss?

Wystup: Formal besser qualifiziert ist man natürlich mit einem Master- oder Diplomabschluss. Trotzdem haben Bachelor-Absolventen genauso gute Chancen, wenn sie über einschlägige Praktika und die geforderten Soft-Skills verfügen. Das Gesamtpaket muss einfach stimmen, um in der Bewerberauswahl eine Runde weiter zu kommen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Orientieren Sie sich bei der Mitarbeiterauswahl auch an deren Profilen in einem Social Network wie “Xing” oder “Facebook”?

Wystup: Xing wird bei uns aktiv zur Kandidatensuche vorab und zum Schalten von Stellenanzeigen eingesetzt. Die dort veröffentlichten Profile sind ja auch professionell ausgerichtet. Zusatzinformationen über Bewerber, besonders aus dem Privatbereich, spielen für uns keine große Rolle. Relevante Informationen sollten immer vollständig aus der Bewerbung hervorgehen oder im Vorstellungsgespräch vorgebracht werden. Alles Weitere ist Privatsache und somit sind StudiVZ & Co. zur Bewerberauswahl für uns uninteressant.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wodurch sticht ein Kandidat für Sie beim persönlichen Gespräch besonders positiv heraus?

Wystup: Durch Authentizität! Und durch Interesse am angestrebten Job und unserer Firma. Gute Vorbereitung ist das A und O. Wenn sich dann noch eine angenehme, professionelle Unterhaltung statt eines reinen Frage-Antwort-Spiels umsetzen lässt, hat der Bewerber sehr gute Karten.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Wystup: Die Herausforderung besteht bei allen Einstiegspositionen darin, dass wir Berufseinsteigern freie Hand bei der Umsetzung der übertragenen Aufgaben lassen, auch wenn diese für den Absolventen Neuland darstellen. Allein gelassen wird natürlich keiner, aber die Verantwortung für Erfolg und Misserfolg trägt der Einsteiger selbst.
Auch im Praktikum wird man auf jeden Fall mit spannenden Aufgaben konfrontiert und hat die Möglichkeit, selbstständig und eigenverantwortlich Projekte zu bearbeiten und maßgeblich zum Erfolg des Projektes und Arbeitsbereiches beizutragen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… Vodafone?

Tags: Beruf, Berufseinstieg, Bewerbungs-Tipps, Personaler-Interview, Tim Verhoeven, Vodafone

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Vodafone?

Posted on 31 Juli 2009


vodafone1

PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Tim Verhoeven, Junior Recruiter im Bereich Personal Marketing und Resourcing bei Vodafone.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Verhoeven: Online, ideal über unser Bewerberportal www.vodafone.de/jobs.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Verhoeven:
Unprofessionelle oder unseriöse Bilder; Anhänge in sehr untypischen Dateiformaten; Schlechte Qualität von eingescannten Zeugnissen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie kreativ dürfen Initiativ-Bewerbungen sein?

Verhoeven: Als Bewerber sollte man sich nur kurz eine Sekunde in die Situation eines Personalers hinein versetzen, der sich täglich viele Bewerbungen anschaut. Sicherlich hängt es auch von der Branche ab, der das Unternehmen angehört und auf welche Position man sich bewirbt. In vielen Fällen reicht es aus, dass Anschreiben inhaltlich ansprechend und aussagekräftig zu formulieren. Leider nutzen nur wenige Bewerber diese Möglichkeit.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Verhoeven: In Bereichen, in denen die Selbstvermarktung und das Auftreten besonders wichtig sind kann dies durchaus sinnvoll sein (Beispielsweise der Vertrieb). Generell wird aber ein schriftlicher Lebenslauf bevorzugt, da er schneller betrachtet werden kann.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

diagramm_vodafone


PRAKTIKUMSFUEHRER:
Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Verhoeven:
Man sollte als Student die Möglichkeiten nutzen, sehr viele unterschiedliche Unternehmen durch Praktika kennen zu lernen, um zu heraus finden zu können zu welcher Unternehmensstruktur und -mentalität man passt. Allerdings sollte die Dauer der Praktika nicht zu kurz sein, da sonst der Mehrwert eher gering ist. Auch wenn man schon früh weiß, in welche Richtung man tendiert, sollte man trotzdem verschiedene Unternehmen kennen lernen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchen Bereichen benötigen Sie derzeit am dringendsten nach Nachwuchs?

Verhoeven:
Im Vertrieb.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Verhoeven: Je nach Bereich haben auch Quereinsteiger gute Chancen, wenn die fachlichen Grundqualifikationen stimmen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welchen Wert messen Sie den “Soft-Skills” der Bewerber bei?

Verhoeven: Wir suchen Bewerber, die dynamisch und flexibel sind und sich sowohl durch ein internationales Mindset als auch durch Pragmatismus auszeichnen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Vodafone agiert international. Welche Standorte bieten deutschen Bewerbern, die den Einstieg schaffen, derzeit die interessantesten Möglichkeiten?

Verhoeven: Da für viele Bewerber speziell exotischere Länder interessant sind, ist aktuell sicherlich Ghana ein sehr interessanter Standort, wo wir aktuell auch einige deutsche Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Tim Verhoeven? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei der… Deutschen Telekom?

Tags: Berufseinstieg, Bewerbungs-Tipps, Deutsche Telekom, Marc-Stefan Brodbeck, Personaler-Interview

Wie bewerbe ich mich am besten bei der… Deutschen Telekom?

Posted on 23 Juli 2009


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PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marc-Stefan Brodbeck, Leiter Recruiting & Talent Service der Deutschen Telekom.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Brodbeck: Wir bevorzugen die Online-Bewerbung. Der Vorteil einer Online-Bewerbung besteht darin, dass wir Bewerbungen in einer strukturierten Form erhalten und – ganz im Sinne des Bewerbers – schnell dem suchenden Fachbereich zukommen lassen können, der die Unterlagen zeitnah vergleichen kann.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Brodbeck: Tabu sind Fantasie-Adressen. Wir empfehlen eine neutrale und seriöse E-Mailadresse nach dem Muster Vorname.Nachname@provider.de.  Auch bei der Verwendung von Dateianhängen gibt es No-Gos. Stellen Sie sich einen Personalverantwortlichen vor, der mehrere 100 Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung bekommt. Und jede davon mit mehreren Anhängen versehen, die alle geöffnet werden wollen. Deshalb ist es ganz wichtig, sich auf wenige Anlagen zu beschränken und diese vor allem auch aussagekräftig zu benennen. Für Ton und Stil einer Online-Bewerbung gelten nach wie vor die üblichen Gepflogenheiten einer Bewerbung in Schriftform. Deshalb haben zum Beispiel Emoticons in einer seriösen Online-Bewerbung nichts verloren.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Zu welchen Praxiserfahrungen (Praktika, Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten) sollte der Bewerber ein Zeugnis beilegen?

Brodbeck: Je mehr Informationen ein Bewerber zur Verfügung stellt, desto aufschlussreicher ist dies für uns. Hier gilt: Wichtig sind alle Informationen, die mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun haben. Aber auch Nachweise über soziales Engagement zeigen ein differenziertes Profil des Bewerbers und geben einen ersten Eindruck über seine Persönlichkeit.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Brodbeck: Wir sammeln bereits erste konkrete Erfahrungen im Umgang mit Videobewerbungen im Rahmen unserer Telekom Campus Tour. Studenten an rund 40 Universitäten und Fachhochschulen konnten sich per Videobotschaft für ein dreimonatiges Praktikum in Südafrika bewerben. Im Vordergrund standen Persönlichkeit, Kreativität und Originalität der Bewerber, nicht Noten oder Lebenslauf. Erst im zweiten Schritt finden nun Interviews und persönliche Auswahlgespräche statt. Sie sehen, wir erwarten nicht nur von unseren Bewerbern, neue Wege zu gehen. Gerade im Personalmarketing gilt es, neue Formen der Kommunikation und Ansprache zu finden, die junge Menschen überzeugt.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

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PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchen Bereichen benötigen Sie derzeit am dringendsten nach Nachwuchs?

Brodbeck:
Die Deutsche Telekom plant in diesem Jahr je nach Geschäftsentwicklung bis zu 2.000 Stellen mit Hochschul-Absolventen und Young Professionals zu besetzen. Besonders gefragt sind zurzeit Ingenieure, IT-Spezialisten und Betriebs- sowie Volkswirte. Aber auch für Absolventen anderer Studienrichtungen bieten sich vielfältige Einstiegsmöglichkeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Brodbeck:
Spezialisierte Fachkräfte stehen auf unserer Wunschliste ganz oben. Dennoch bieten wir auch qualifizierten Quereinsteigern und Querdenkern Einstiegschancen. Als Konzern suchen wir vor allem engagierte Mitarbeiter, die gestalten wollen und Sinn für Innovationen haben. Wir verändern uns und suchen deshalb gerade auch junge Menschen, die den Wandel mitgestalten.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Haben Sie auch schon Studienabbrecher eingestellt, wenn Persönlichkeit und Leistung überzeugt haben, oder fallen diese automatisch durchs Raster?

Brodbeck:
Durchaus, wenn die übrigen Leistungen und die Persönlichkeit des Bewerbers überzeugend sind.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Brodbeck: Sowohl als auch. Selbstverständlich machen wir uns ein umfangreiches Bild des Bewerbers: Fachliche Qualifikationen werden getestet, aber auch die Persönlichkeit und der Charakter. Das jeweilige Auswahlverfahren richtet sich aber vor allem nach der ausgeschriebenen Stelle: ein Praktikum wird zum Beispiel im persönlichen Gespräch vergeben, die Bewerberauswahl von Top-Absolventen für Stellen in unserem Nachwuchskräfteprogramm “Start up!” verläuft selbstverständlich umfangreicher und komplexer über ein Assessment-Center. In beiden Fällen gilt: Wir gestalten den Bewerbungsprozess fair  und gehen respektvoll mit dem Bewerber um. Wir erwarten allerdings vom Bewerber, dass er sich im Vorfeld über unseren Konzern informiert und die groben Strukturen und Themen kennt.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Brodbeck: Vor allem die Herausforderung, teilzuhaben an der Veränderung, die der Konzern gerade durchlebt. Wir suchen Mitarbeiter, die den Mut haben, bestehende Prozesse zu hinterfragen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Wir brauchen engagierte Mitarbeiter mit Unternehmergeist, die die Anforderungen des Marktes erkennen und uns helfen, den Konzern dementsprechend weiter zu entwickeln. Gerade Pionieren bietet unser Nachwuchsprogramm “Start up!” alle Entwicklungschancen. Hier entscheiden die Kolleginnen und Kollegen selbst, in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Innerhalb von 15 Monaten – drei Monate davon in einer der Auslandsgesellschaften – werden unsere “Start up!s” mit anspruchsvollen Aufgaben und innovativen Projekten darauf vorbereitet, größere Verantwortung bei der Deutschen Telekom zu übernehmen. Coaching durch den direkten Vorgesetzten und individuelles Mentoring durch eine erfahrene Führungskraft unterstützen die Konzerneinsteiger auf diesem Weg.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Marc-Stefan Brodbeck? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… ABB?

Tags: Berufseinstieg, Bewerbungsratgeber, Karriere ABB, Micaela Saeftel, Wie bewerbe ich mich am besten bei ABB?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… ABB?

Posted on 26 Juni 2009


abb

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Micaela Saeftel, Leiterin Hochschulmarketing bei ABB Deutschland.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

Saeftel: Als Technologie-Konzern sind wir vor allem an Ingenieuren und im Speziellen an Elektrotechnikern interessiert.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Saeftel: Die Bewerbung per E-Mail. Sie ist für uns und auch für den Bewerber die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit. Deshalb finden Sie in unseren Internet-Stellenanzeigen auch die E-Mail-Adresse des zuständigen Recruiters.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche drei Fehler beim Bewerbungsablauf sind für Sie ein KO-Kriterium?

Saeftel: 1. Bewerbungen auf Stellen, für die der Kandidat eindeutig nicht die notwendigen Voraussetzungen mitbringt.
2. “Schrotschuss”-Bewerbungen: Eine Bewerbungs-E-Mail, die gleichzeitig an einen ganzen Verteiler von Unternehmen geht oder bei der im Anschreiben deutlich wird, dass ein Standardtext verwendet wurde ohne sich über unser Unternehmen zu informieren.
3. Der Kandidat ist über längere Zeit absolut nicht erreichbar.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Sicher stapeln sich auch auf Ihrem Schreibtisch die Unterlagen verschiedener Bewerber. Welche Kriterien machen eine Bewerbung für Sie wirklich interessant?

Saeftel:
Bewerbungen, bei denen man ein starkes und ehrliches Interesse an der Aufgabe oder eine aufrichtige Begeisterung für unser Unternehmen spürt, finde ich persönlich am interessantesten. Die fachliche “Passgenauigkeit” ist aber immer noch Grundvoraussetzung.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

Saeftel: Kreativität ist gut und wichtig, sollte aber nicht übertrieben werden. Bei Bewerbungen sollte die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit im Vordergrund stehen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig seine Erwartungen in diesem Bezug derzeit herunter zu schrauben?

Saeftel: Die Finanzkrise wirkt sich sicher auf das Lohnniveau aus. Wichtiger für die Entscheidung für oder gegen einen Job sollte in meinen Augen aber sein, ob die Aufgabe interessant ist und ob man sich bei einem Unternehmen mit einer positiven Arbeitsatmosphäre bewirbt.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?

Saeftel: Die Bewertung der einzelnen Faktoren hängt von der zu besetzenden Stelle ab und lässt sich daher nur schwierig generell beantworten. Aber natürlich entsteht aus den oben genannten Qualifikationen ein Gesamteindruck eines Bewerbers. Allgemein lässt sich feststellen, dass wir bei ABB eine Unternehmenskultur haben, in der ehrenamtliches Engagement unabhängig von der zu besetzenden Stelle sehr geschätzt wird. Auch Sprachkenntnisse (zumindest Englisch) spielen in einem internationalen Konzern natürlich eine wichtige Rolle.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Saeftel: Im Normalfall führen wir mit Bewerbern ohne Berufserfahrung zuerst ein individuelles Gespräch und laden sie bei einem positiven Eindruck dann zu einem Assessment-Center ein.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wodurch sticht ein Kandidat für Sie beim persönlichen Gespräch besonders positiv heraus?

Saeftel: Durch ein ehrliches und offenes Auftreten und wenn im Gespräch Interesse an der Postion und Vorbereitung auf die Stelle und das Unternehmen spürbar sind.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Soft Skills wünschen sich Personaler wirklich?

Saeftel:
Auch das hängt stark von der zu besetzenden Stelle ab. Kommunikationsfähigkeit, Aufgeschlossenheit und Teamfähigkeit sind in meinen Augen aber immer wichtig.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Micaela Saeftel? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… Danone?

Tags: Berufseinstieg, Bewerbungsratgeber, Claudia Hartwich, Karriere Danone, Wie bewerbe ich mich am besten bei Danone?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Danone?

Posted on 19 Juni 2009


danone

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Claudia Hartwich, Personaldirektorin bei Danone.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

Hartwich:
Wir geben Studenten ganzjährig die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums in das Unternehmen Danone und unsere Geschäftsbereiche hineinzuschnuppern. Wer sich für die Bereiche Marketing, Trade Marketing, Sales, Away from Home, Personalentwicklung, Recruiting, Supply Chain Management, Unternehmenskommunikation oder Qualitätsmanagement interessiert, kann sich gerne bei uns bewerben.
Neben Praktikanten stellen wir auch Hochschulabsolventen in unserem so genannten Junior Programm ein. Im Augenblick suchen wir in den Bereichen Marketing/ Sales, Operations und Industrial.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Hartwich: Am liebsten online – ganz einfach und unkompliziert geht das über unsere Website www.danone.de, auf der Sie einen extra Karriere-Bereich finden.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Stimmt es, dass Bewerber durch ein Motivationsschreiben positiv herausstechen können?

Hartwich:
Ja, viele Bewerben verfassen ein “Standardanschreiben”. Mit einem besonders kreativen oder außergewöhnlichen Motivationsschreiben sticht man heraus und fällt positiv auf.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Hand aufs Herz! Unter welchen Kriterien sortieren Sie Bewerber aus?

Hartwich: Unsere Kriterien sind vorherige Praxiserfahrung durch Praktika oder Werkstudententätigkeiten, Auslandserfahrung, der Studiengang oder Studienschwerpunkt und die zeitliche Verfügbarkeit. Ein Praktikum bei Danone dauert mindestens 4 Monate.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

Hartwich:
Uns ist eine übersichtliche Bewerbung mit einem guten Anschreiben, gerne einem Motivationsschreiben und einem übersichtlichen Lebenslauf am liebsten. Sicher spielt die Form einer Bewerbung eine Rolle, letztlich sind für unsere Entscheidung aber die Inhalte maßgeblich.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig seine Erwartungen in diesem Bezug derzeit herunter zu schrauben?

Hartwich: Grundsätzlich ist es wichtig, dass Absolventen ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt gut selbst einschätzen können. Aber: Gute Absolventen wissen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, was sie wert sind. Wir suchen selbstbewusste und zielstrebige junge Leute, die sich nicht wegen der Finanzkrise “unter ihrem Wert” anbieten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?

Hartwich:

danone


PRAKTIKUMSFUEHRER
: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Hartwich:
Das kommt ganz darauf, worauf man sich bewirbt. Für die Traineeprogramme müssen die Bewerber ein Assessment-Center durchlaufen. Für einen Direkteinstieg auf einer höheren Position hat ein Bewerber mindestens zwei Bewerbungsgespräche und muss eine kleine Fallstudie bearbeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie schnell erhalten die Interessenten eine Zu- oder Absage?

Hartwich:
Wir bemühen uns, Bewerbern innerhalb von zwei Wochen eine erste Rückmeldung zu geben – das heißt entweder eine direkte Absage oder eine Einladung zum Telefoninterview. Wenn das Telefoninterview erfolgreich verläuft, vergehen höchstens 10 Tage bis zur Einladung zum persönlichen Gespräch. Umgekehrt weiß man auch nach spätestens 10 Tagen wenn man am Telefon nicht überzeugen konnte.
Das Feedback auf das erste Bewerbungsgespräch geben wir innerhalb von maximal zwei Wochen. Sollte es danach auch noch zu einem zweiten Gespräch kommen, geben wir auch hier sehr zeitnah eine telefonische Rückmeldung.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie hoch ist die Chance einer Übernahme nach einem Praktikum?

Hartwich:
Der erste Schritt ist die Aufnahme in unser Praktikantenbindungsprogramm. Wer in dieses Programm aufgenommen wird, bekommt sicher eine Einladung zum Assessment-Center oder zum Bewerbungsgespräch. Letztes Jahr (2008) wurden insgesamt 4 Praktikanten fest eingestellt.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau Hartwich? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie man den ersten Arbeitstag besser nicht beginnt

Tags: Berufseinstieg, der erste Arbeitstag, Witziges & Kurioses

Wie man den ersten Arbeitstag besser nicht beginnt

Posted on 17 Juni 2009


Viele Menschen kennen die folgende Situation: Man hat nach Monaten der Suche seinen Traumjob ergattert, beginnt den ersten Arbeitstag hochmotiviert und springt vor lauter Aufregung und Nervosität geradezu mit Anlauf ins Fettnäpfchen. Welche Verhaltensweisen man besser vermeidet, zeigt dieses Video.

Viel Spaß beim anschauen wünscht Euch.

Das PRAKTIKA-Team

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“Was willst du denn DAMIT mal machen?” – Chancen für Geisteswissenschaftler

Tags: Berufseinstieg, Karriere Geisteswissenschaftler, Karriere-Start, Quereinstieg, Was willst du denn damit mal machen

“Was willst du denn DAMIT mal machen?” – Chancen für Geisteswissenschaftler

Posted on 12 Juni 2009


geisteswissenschaften
Geisteswissenschaftler haben es von jeher nicht leicht in ihrer beruflichen Entwicklung. Werden sie nach ihrem Studienfach gefragt und geben Antworten wie Geschichte, Soziologie, Islamwissenschaft oder  Linguistik, folgt oft – gekoppelt mit einem skeptischen Blick – die Frage: “Was willst du denn DAMIT mal machen?”. Nahezu jeder, der heutzutage nicht an einer Fachhochschule für einen “MINI”- Beruf ausgebildet wird oder an einer renommierten Hochschule Wirtschaft studiert, muss sich solche Kommentare gefallen lassen. Viele Studenten bekommen diese Frage gar so oft zu hören, dass sie nach einiger Zeit selbst nicht mehr an den Nutzen und die gesellschaftliche Relevanz ihres Studiums glauben. Der Fragende erhält deshalb dann als Antwort häufig ein unsicheres Grinsen gepaart mit dem Satz: “Ich werde Taxifahrer.” Der folgende Beitrag soll dieser Einschätzung Paroli bieten.

Zuallererst muss konstatiert werden: Trotz aller Prognosen einer schwierigen Arbeitsmarktlage steigt die Zahl der Immatrikulationen in Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften von Jahr zu Jahr stetig weiter. Viele Studienanfänger sind sich dabei bewusst, dass es schwierig für sie wird, später ein berufliches Äquivalent für Ihre Ausbildung zu finden. Der Begeisterung und dem Interesse für ihr Fach tun diese Aussichten anfangs keinen Abbruch. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Arbeit vollziehen jedoch einen Wandel, den man nicht ignorieren darf, wenn man später den beruflichen Einstieg finden will.

Die Probleme erkennen

Zuerst die negativen Aspekte: Im Gegensatz zu den vergangenen Jahrzehnten  sehen sich heute nahezu alle Disziplinen mit zwei determinierenden Fragen konfrontiert: Welchen Nutzwert haben sie für die Gesellschaft, was geben sie zurück? Wodurch wird dieser Nutzwert mess- und damit beweisbar? Wie auch immer man diese Entwicklung bewerten mag, auf Sie einstellen muss man sich leider trotzdem. Geisteswissenschaftler sollten sich dabei zwei Probleme bewusst machen:
1. Exzellenzinitiativen und der Hochschulpakt 2020, welcher zuletzt am 4. Juni verlängert wurde, sind primär auf die Natur- und Ingenieurswissenschaften zugeschnitten. Sozial- und Geisteswissenschaften bleiben häufig auf der Strecke, da sie wenig Bedarf an kostspieligen Zubehör und spezialisierter Ausrüstung haben und meist nur Geld für größere fachliche Projekte oder Mitarbeiterstellen brauchen. Da beides weniger der Spezialisierung und “Exzellenz” als vielmehr dem laufenden Unibetrieb zugute kommt, werden hier entsprechend weniger Gelder bereit gestellt. Damit einher geht das (Dauer-)Problem, dass trotz steigender Studentenzahl nach wie vor zu wenig neue Lehrkräfte eingestellt werden.
2. Auch nach Jahren des Missstandes haben viele Professoren und Lehrbeauftragte keine Konsequenzen gezogen und verharren auch nach der Umstellung auf Bachelor und Master bei relativ starren Inhalten und Lehrstrukturen mit wenig Praxisbezug. Das bedeutet konkret, dass viele Lehrpläne weiterhin den Lehrerberuf oder eine universitäre Karriere zum Ziel haben, aber den Studenten neben dem wissenschaftlichen Arbeiten nicht beigebracht wird, aus Ihren Fähigkeiten Kapital zu schlagen und sich zu vermarkten. Daran ändern leider meistens auch die in Modulform angebotenen Schlüsselqualifikationen nicht viel. Dass es jedoch viele Bereiche gibt, für die Geisteswissenschaftler geradezu prädestiniert sind und auch immer mehr Unternehmen entdecken, dass es neben Ingenieuren außerdem andere Kräfte für den reibungslosen Ablauf im Betrieb braucht, sollte für jeden zum Leitgedanken werden.

Sich die eigenen Stärken bewusst machen

Nicht selten ist die “gefühlte” berufliche Perspektive deutlich schlechter als die Realität, da sich viele Absolventen Ihre Fähigkeiten zuwenig verdeutlichen und daraus Selbstvertrauen ziehen. Laut dem Fischer Weltalmanach von 2008 sind in Deutschland 71,9 Prozent der deutschen Arbeitnehmer im tertiären Sektor beschäftigt, sprich im weitesten Sinne  als Dienstleister tätig. Die beiden Hauptfähigkeiten, welche hier grundsätzlich benötigt und auch in jeder zweiten Stellenanzeige gefordert werden, sind eine überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift und die Fähigkeit zu eigenständigen, zielgerichteten Arbeiten. Genau diese beiden Fertigkeiten bekommen nahezu alle Geisteswissenschaftler fast zwangläufig mit, da sie sich mehr als alle anderen regelmäßig bei Vorträgen oder Gruppenarbeiten innerhalb eines festgelegten Zeitraums in vorgegebene Themen einarbeiten, diese präsentieren und in Diskussionen verteidigen müssen. Dies mag auf den ersten Blick furchtbar trivial klingen. Aber wer schon einmal erlebt hat, wie schwer es vielen Jobsuchenden fällt, allein ein ordentliches Bewerbungsschreiben aufzusetzen und ein paar klare Aussagen über sich im Bewerbungsgespräch zu treffen (geschweige denn, später Ideen richtig zu präsentieren, die Kommunikation im Unternehmen und mit den Kollegen zu fördern, Arbeitsabläufe einzuschätzen oder andere Menschen zu führen) weiß, wie wichtig diese Fertigkeiten sind. In vielen Fachbereichen sind zudem überfüllte Seminare, fehlende Literatur für Hausarbeiten und mangelnde Betreuung durch den Massenbetrieb ein Dauerzustand. Entsprechend stark wird hier also das Organisationstalent geformt und gefördert. Die Fähigkeit, mit Stress umzugehen und sich auf ständig wechselnde Umstände einzustellen, ist sowieso fast schon Gemeingut. Viele Studenten absolvieren zudem während ihrer Studienzeit mehrere Praktika und sind als Generalisten fähig und willens, sich schnell in vorher weitestgehend unbekannte und komplexe Sachverhalte einzuarbeiten. Dann wären da noch die “Spezialfähigkeiten”: Historiker und Soziologen sind meistens sehr gut in der methodischen Recherche und besitzen die Fähigkeit, vernetzt zu denken und ein Problem von mehreren Seiten dezidiert zu analysieren. Linguisten haben eine enorm hohe Fremdsprachenkompetenz, welche im Zuge der Globalisierung sehr gefragt ist, wenn man sich beispielsweise auf asiatische Sprachen verlegt. Kulturwissenschaftler wiederum kennen sich gut mit den Eigenarten und Bräuchen außereuropäischer Nationen und Bevölkerungen aus und wissen entsprechend, wie sie sich gegenüber arabischen oder chinesischen Geschäftspartnern zu verhalten haben, ohne ins Fettnäpfchen zu treten. An nützlichen Eigenschaften mangelt es den Absolventen also nicht.

Die Chancen nutzen

Das Hauptproblem für die Jobsuche liegt nicht im Bereich der im Studium erworbenen Fähigkeiten, sondern ergibt sich aus der inhaltlich bedingten Ferne des Studiums zur Berufswelt. Allerdings können mangelnde Fachkenntnisse oft auch “on the job” antrainiert werden. Dies wird beispielsweise im angelsächsischen Raum schon länger praktiziert, da in vielen Bereichen die oben aufgeführten “Soft Skills” und Fertigkeiten höher im Kurs stehen als fundiertes, aber blutarmes Detailwissen. Geisteswissenschaftler sollten daher die “Not”, sprich den Mangel an vorgezeichneten Karrierewegen, als “Tugend” begreifen. Denn während es für Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure häufig vorgefertigte “Karriere-Blue-Prints” gibt, steht dem Geisteswissenschaftler als professionellem Quereinsteigern eine größere Auswahl beruflicher Betätigungsfelder offen. Wichtig ist hier, sich beizeiten klar zu werden, wohin die Reise gehen könnte, entsprechende Kontakte zu knüpfen und Praktika zu absolvieren. Ein fast schon traditioneller Anlaufpunkt für viele Absolventen ist die Medienbranche. Ob nun bei Zeitungen, Fernsehen, Werbung oder im PR-Bereich: Die Anzahl der Bewerber übersteigt die vorhandenen Stellen oft um ein vielfaches. Bei der hohen Vielfalt an Möglichkeiten und der großen Konkurrenz reicht es deshalb nicht aus, nur “irgendwas mit Medien” machen zu wollen. Die Absolventen sollten im Gegenteil sehr zielgerichtet auf den Bereich, der sie am meisten interessiert, hinarbeiten. Wer nur eine eher vage Vorstellung besitzt und nicht wirklich dafür brennt, ist in anderen Bereichen besser aufgehoben. Die Kulturwirtschaft beispielsweise erzeugt mit einer jährlichen Wertschöpfung von ca. 35 Milliarden Euro mehr als die Softwareindustrie. Verlage, Agenturen, Theater, Galerien oder Museen, um nur einige zu nennen, bieten also für sich schon ein weites Feld. Auch in Unternehmen  werden in Bereichen wie Personalwesen oder Projektmanagement neben Betriebswirten immer öfter Geisteswissenschaftler gesucht. Das Schlüsselwort lautet hier Initiativbewerbung, da die wenigsten Stellen direkt für Soziologen oder Kulturwissenschaftler ausgeschrieben sind. Wer seine Studienzeit genutzt hat, um ein bis zwei namhafte Praktika zu absolvieren, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und zudem passable Noten zu schreiben, wird dabei auch nicht auf verschlossene Türen stoßen. Laut der letzten Studie des Hochschulinformationssystems sind nämlich nur 5 Prozent der Absolventen 12 Monate nach Beendigung ihres Studiums arbeitslos. Von promovierten Taxifahrern kann hier also keine Rede sein. Auf eine Sache muss man sich jedoch bei der Wahl eines solchen Studiums einstellen: Die Einstiegsgehälter sind im Durchschnitt um einiges niedriger als bei Wirtschaftswissenschaftlern oder Ingenieuren. Der Spaß am Studium und die berufliche Zufriedenheit aber meistens nicht.

Posted in Bewerbungsratgeber A-Z, News & TermineComments (9)

Internationaler Karrierestart in der Finanzwelt

Tags: Berufseinstieg, Karriere Finanzen, Karriere Versicherung, Young Professionals, Zurich Gruppe Deutschland

Internationaler Karrierestart in der Finanzwelt

Posted on 09 Juni 2009


zurich

Die Welt bereisen und dabei einen professionellen Einstieg in die Finanzwelt finden – das macht die Zurich Gruppe Deutschland nun möglich! Denn das international tätige Versicherungsunternehmen sucht derzeit ambitionierte Akademiker für ihr Global Associate Programm (GAP), einem hauseigenen Startprogramm mit garantierten Auslandsaufenthalten. Dafür lädt das Unternehmen am 14. Juli 2009 zu einem Auswahl-Event nach Bonn ein. Während des Auswahltages treffen eingeladene Kandidaten ihre potenziellen Kollegen und lernen die einzelnen Fachbereiche kennen. In Gruppenübungen und persönlichen Gesprächen können die Bewerber ihr Können beweisen und ihre persönlichen Stärken präsentieren. Wer vor Ort überzeugt, kann mit einem Vertragsangebot nach dem Event rechnen.

Das 44-wöchige Global Associate Programm startet im September 2009 und ist speziell auf die Absolventen zugeschnitten, die ihre Karriere international ausrichten wollen. Die Einsteiger bekommen einen Mentor an die Seite gestellt und werden intensiv weitergebildet. Claims, Direct Business, Life Insurance und Underwriting sind Gebiete, auf denen sich die GAP-Teilnehmer spezialisieren können. In jedem Fall ist ein zehnwöchiger Auslandsaufenthalt in einem Büro der Zurich Gruppe vorgesehen.

Weitere Informationen zu dem Recruiting-Event findet Ihr hier.

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