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Archive | Richtig bewerben

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Wie bewerbe ich mich am besten bei … fischer

Wie bewerbe ich mich am besten bei … fischer


Tags: Bewerbungs-Tipps, Marc-Sven Mengis, Personaler-Interview, Unternehmensgruppe fischer

fischer

PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marc-Sven Mengis, Leiter des Personalwesens der Unternehmensgruppe fischer.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Mengis: Wir bevorzugen Bewerbungen in der klassischen Papierform, da diese die höchste Aussagekraft haben und am meisten über den Kandidaten verraten. Beispielsweise sehen wir, wie strukturiert die Bewerbungsmappe zusammengestellt wurde und wer sich die Mühe gemacht hat, seine Bewerbung exakt auf unsere Ausschreibung abzustimmen und somit offenbar ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns hat. Wenn Online-Bewerbungen so gestaltet sind, dass sie diese Aussagekraft ebenfalls haben, sind diese selbstverständlich genauso willkommen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Mengis: Aus meiner Sicht gibt es da zwei Aspekte: Zum einen, wenn bei Online-Bewerbungen jedes Zeugnis als gesonderte Anlage versendet wird, bei uns also zig Anlagen mit einem sehr hohen Datenvolumen ankommen und damit auch einen hohen Aufwand nach sich ziehen, um alle Dokumente einzeln auszudrucken. Dies widerspricht völlig unserem täglichen Bestreben, Abläufe schlanker zu gestalten und Verschwendung zu vermeiden.
Das zweite No-Go sind Online-Bewerbungen, die an einen Verteilerkreis verschickt werden bzw. gleichzeitig an mehrere Firmen – eine Art “Rundumschlag” nach dem Motto: “Macht ja keine Mühe, kostet nichts, lieber eine Firma mehr als eine zu wenig kontaktieren.”

PRAKTIKUMSFUEHRER: Womit können Bewerber bei Initiativ-Bewerbungen richtig Profil zeigen?

Mengis: Eigentlich “nur” durch die richtige Darstellung des eigenen Profils. Wenn die Bewerber Erfahrungen mitbringen, die für uns jetzt oder später möglicherweise interessant sind, können sie damit punkten. Es ist wesentlich, dass das Profil schlüssig und anschaulich darstellt wird, und dazu gehören auch Vorteile und Stärken.

PRAKTKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit auch Interesse wecken?

Mengis: Als innovatives Unternehmen sind wir gegenüber Neuem immer offen. Unsere Erfahrung ist allerdings, dass es die bisherigen Bewerberinnen und Bewerber mit ihren Videoaufzeichnungen nicht geschafft haben, uns zu überzeugen, weil sie nicht authentisch, sondern wie exaltierte Schauspieler gewirkt haben. Außerdem wurden die Bewerbungen nach dem Prinzip “Mehr ist mehr” überladen. Die Bewerbungen, die am meisten über die Kandidaten auszusagen vermögen, sind die bevorzugten – unabhängig vom Medium.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?
(Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

Mengis:

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PRAKTIKUMSFUEHRER: Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Mengis: Erfahrungen in dem Bereich, der für die angestrebte Aufgabe relevant ist, oder bei Firmen, die sich in einem ähnlichen Umfeld wie wir bewegen. Außerdem Praktikumsaufgaben, die nicht nur grobe Einblicke und einen Überblick bieten, sondern die Möglichkeit, ein Projekt oder eine ganzheitliche Aufgabe verantwortlich zu bearbeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Mengis: Auch Quereinsteiger haben generell Chancen. Wichtig ist immer, dass die Kompetenz und das Wissen grundsätzlich vorhanden sind; zweitrangig ist für uns, ob dieses Know-how durch Ausbildung und/oder Erfahrung entstanden ist. Ob wir bei Quereinsteigern auch ohne relevantes Know-how bereit sind, diese in einen fremden Bereich einzuarbeiten, hängt von der persönlichen Qualifikation des Kandidaten und von der Aufgabe an sich ab.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Mengis: Wir haben ein Leitbild mit drei zentralen Werten: innovativ, eigenverantwortlich und seriös. Unsere Bewerbergespräche führen wir grundsätzlich als persönliches Interview auf Basis unseres Leitbildes, das jeder Bewerber vor dem Gespräch zur Vorbereitung erhält. Wir legen Wert auf eine partnerschaftliche Ebene und auf Offenheit im Gespräch! Wir ergänzen diese Eindrücke je nach Stelle eventuell noch mit weiteren Informationen, die der Entscheidungsfindung dienen. So organisieren wir gegebenenfalls für einen Außendienstbewerber eine Mitfahrt mit einem unserer fischer-Außendienstmitarbeiter.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche “Soft-Skills” kommen bei Ihnen im Bewerbungsgespräch besonders gut an?

Mengis: Auch hier spielt unser Leitbild eine zentrale Rolle. Wir prüfen die Softskills vor allem mit Blick auf unser Leitbild: Jeder Bewerber, der uns davon überzeugen kann, dass er unsere Werte innovativ, eigenverantwortlich und seriös vertreten wird, hat eine für uns wesentliche Voraussetzung erfüllt. Darüber hinaus begeistern uns unter anderem eine hohe Identifikation mit der beruflichen Aufgabe, Authentizität im Auftreten sowie die Fähigkeit, andere für eigene Ideen zu begeistern.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: Welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Mengis: Wir versuchen bereits im Auswahlverfahren, die Besonderheiten von fischer herauszuarbeiten. Insbesondere spielt hier, wie bereits mehrfach erwähnt, unser Leitbild eine zentrale Rolle. Auch die Tatsache, dass wir ein schwäbisches, familiengeführtes Unternehmen sind, bei dem die Inhaberfamilie aktiv und vor Ort präsent ist, stellt eine besondere Herausforderung mit vielen Vorteilen dar. Unser Inhaber versteht die Mitarbeiter als wichtigstes Kapital – entsprechend fördern und fordern wir! Neue MitarbeiterInnen müssen sich darauf einstellen, dass sie bei uns zwar Begeisterung für fischer und seine erfolgreiche Entwicklung vorfinden, jedoch niemals Zufriedenheit in dem Sinne, dass wir uns angesichts von Erfolgen zurücklehnen! Wir möchten immer einen Schritt schneller und besser sein als unsere Wettbewerber; allerdings nicht nur relativ, sondern auch absolut möchten wir uns kontinuierlich in allen Bereichen verbessern und haben daher unser fischer ProzessSystem fest etabliert. Diesem Anspruch, alle Prozesse immer wieder zu überprüfen und zu optimieren, müssen unsere MitarbeiterInnen gewachsen sein.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Marc-Sven Mengis? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… SAS?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… SAS?


Tags: Bewerbungsratgeber, Einstieg bei SAS, Personaler-Interview Marlies Bürkel, SAS Institute, Wie bewerbe ich mich am besten bei SAS

sas

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marlies Bürkel, Manager Human Resources bei SAS Deutschland.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Bürkel:
Wir bevorzugen die Online-Bewerbung.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Bürkel: Wirkliche No-go´s gibt es eigentlich nicht, wir freuen uns über jeden, der sich bewirbt. Raten möchte ich jedoch allen, die sich bewerben wollen, alle Textfelder auszufüllen, denn damit signalisieren die Kandidaten Interesse. Ansonsten sollten Rechtschreib- oder Formatierungsfehler sowie falsch gespeicherte Dateien vermieden werden. Das Anschreiben sollte kurz und prägnant sein, es wäre von Vorteil, falls bekannt, die Ansprechpartner bei SAS namentlich zu nennen. Zudem muss der Lebenslauf schlüssig und richtig sein. Der Bewerber sollte seine Kontaktdaten auch in der E-Mail noch einmal aufführen und das Foto sollte aktuell sein. Eine Bewerbung ist dann vollständig, wenn sie  Anschreiben, Lebenslauf und Foto beinhaltet. Es sollten nur gängige Formate verwendet werden wie .doc oder .pdf.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Womit können Bewerber bei Initiativ-Bewerbungen richtig Profil zeigen?

Bürkel: Das können sie, wenn sie ihr Interesse an SAS deutlich machen. Und das machen die Kandidaten, indem sie eine Verbindung zwischen ihrem Lebenslauf und dem herstellen, was SAS tut. Dann sehen wir, dass sie sich mit sich selber und SAS auseinandergesetzt haben. Die Initiativbewerbung sollte aus einem  Anschreiben und einem aussagekräftigen Lebenslauf bestehen. Mit aussagekräftig meine ich, dass der Werdegang detailliert beschreibt, welche Qualifikationen der Kandidat mitbringt. Denn manchmal bewirbt sich jemand initiativ auf eine Position, die aber nicht vakant ist. Nur einem detaillierten Lebenslauf können wir entnehmen, welche Erwartungen und Wünsche der neue Mitarbeiter hat.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Bürkel: Damit könnten Bewerber bei SAS richtig punkten! Wir freuen uns über jeden, der hier etwas besonderes macht und stehen dem offen gegenüber. Wir sind schon gespannt auf die erste Online-Videobewerbung, die wir erhalten werden.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

Bürkel:

diagramm

PRAKTIKUMSFUEHRER: Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Bürkel:
Je vernetzter und engagierter die Kandidaten sind, desto besser. Networking zu betreiben ist für uns sehr wichtig, weil die Kandidaten damit ihr Interesse an anderen und anderem zeigen. Die Erfahrung, die jemand aber mitbringen muss, hängt natürlich von der Position an sich ab. Hochschulabsolventen können natürlich nicht über die Erfahrungen eines Bewerbers verfügen, der schon mehrere Jahre im Berufsleben steht. Deshalb steht bei solchen Bewerbern die Persönlichkeit im Vordergrund, sicher ist es gut, wenn der Kandidat vorher ein Praktikum in einem Unternehmen gemacht hat, aber das ist mittlerweile Standard. Für uns stellt sich die Frage, wie sich jemand darstellt oder wie er im Gespräch reagiert. Bei Berufserfahrenen steht das Branchen- und Fachwissen im Vordergrund.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Bürkel:
Quereinsteiger sind bei SAS immer sehr willkommen. Die meisten bringen hohes Engagement und Interesse mit. Bei uns haben sich viele Quereinsteiger erfolgreich bewährt, so beschäftigen wir beispielsweise Geologen, Geistes- und Naturwissenschaftler. Unser Deutschlandchef ist Psychologe, so auch unser Marketingleiter.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche “Soft-Skills” kommen bei Ihnen im Bewerbungsgespräch besonders gut an?

Bürkel: Wir sind ein Unternehmen, in dem die Ideen unserer Mitarbeiter mit einbezogen werden, deshalb sollten unsere Kandidaten aufgeschlossen und kreativ sein und Spaß daran haben, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welchen Tipp würden Sie Bewerbern generell geben?

Bürkel:
Authentizität ist das wichtigste. Wenn sich jemand während des Vorstellungsgesprächs verstellt, spürt man meist, dass etwas nicht stimmt. Mein genereller Tipp: Die Kandidaten sollten sie selbst bleiben.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Bürkel:
Unsere Mitarbeiter haben bei SAS großen Entfaltungsspielraum und wir fordern sie auf, selbstverantwortlich zu handeln. Was die fachliche Einarbeitung angeht, so unterstützen wir die “Neuen” wo wir können. Unsere Einarbeitungsprogramme begleiten sie über mehrere Wochen, regelmäßige Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten und Mentoren dienen ihnen als Kompass.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau Bürkel? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… ABB?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… ABB?


Tags: Berufseinstieg, Bewerbungsratgeber, Karriere ABB, Micaela Saeftel, Wie bewerbe ich mich am besten bei ABB?

abb

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Micaela Saeftel, Leiterin Hochschulmarketing bei ABB Deutschland.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

Saeftel: Als Technologie-Konzern sind wir vor allem an Ingenieuren und im Speziellen an Elektrotechnikern interessiert.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Saeftel: Die Bewerbung per E-Mail. Sie ist für uns und auch für den Bewerber die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit. Deshalb finden Sie in unseren Internet-Stellenanzeigen auch die E-Mail-Adresse des zuständigen Recruiters.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche drei Fehler beim Bewerbungsablauf sind für Sie ein KO-Kriterium?

Saeftel: 1. Bewerbungen auf Stellen, für die der Kandidat eindeutig nicht die notwendigen Voraussetzungen mitbringt.
2. “Schrotschuss”-Bewerbungen: Eine Bewerbungs-E-Mail, die gleichzeitig an einen ganzen Verteiler von Unternehmen geht oder bei der im Anschreiben deutlich wird, dass ein Standardtext verwendet wurde ohne sich über unser Unternehmen zu informieren.
3. Der Kandidat ist über längere Zeit absolut nicht erreichbar.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Sicher stapeln sich auch auf Ihrem Schreibtisch die Unterlagen verschiedener Bewerber. Welche Kriterien machen eine Bewerbung für Sie wirklich interessant?

Saeftel:
Bewerbungen, bei denen man ein starkes und ehrliches Interesse an der Aufgabe oder eine aufrichtige Begeisterung für unser Unternehmen spürt, finde ich persönlich am interessantesten. Die fachliche “Passgenauigkeit” ist aber immer noch Grundvoraussetzung.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

Saeftel: Kreativität ist gut und wichtig, sollte aber nicht übertrieben werden. Bei Bewerbungen sollte die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit im Vordergrund stehen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig seine Erwartungen in diesem Bezug derzeit herunter zu schrauben?

Saeftel: Die Finanzkrise wirkt sich sicher auf das Lohnniveau aus. Wichtiger für die Entscheidung für oder gegen einen Job sollte in meinen Augen aber sein, ob die Aufgabe interessant ist und ob man sich bei einem Unternehmen mit einer positiven Arbeitsatmosphäre bewirbt.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?

Saeftel: Die Bewertung der einzelnen Faktoren hängt von der zu besetzenden Stelle ab und lässt sich daher nur schwierig generell beantworten. Aber natürlich entsteht aus den oben genannten Qualifikationen ein Gesamteindruck eines Bewerbers. Allgemein lässt sich feststellen, dass wir bei ABB eine Unternehmenskultur haben, in der ehrenamtliches Engagement unabhängig von der zu besetzenden Stelle sehr geschätzt wird. Auch Sprachkenntnisse (zumindest Englisch) spielen in einem internationalen Konzern natürlich eine wichtige Rolle.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Saeftel: Im Normalfall führen wir mit Bewerbern ohne Berufserfahrung zuerst ein individuelles Gespräch und laden sie bei einem positiven Eindruck dann zu einem Assessment-Center ein.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wodurch sticht ein Kandidat für Sie beim persönlichen Gespräch besonders positiv heraus?

Saeftel: Durch ein ehrliches und offenes Auftreten und wenn im Gespräch Interesse an der Postion und Vorbereitung auf die Stelle und das Unternehmen spürbar sind.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Soft Skills wünschen sich Personaler wirklich?

Saeftel:
Auch das hängt stark von der zu besetzenden Stelle ab. Kommunikationsfähigkeit, Aufgeschlossenheit und Teamfähigkeit sind in meinen Augen aber immer wichtig.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Micaela Saeftel? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Den Personaler “wortlos überzeugen”

Den Personaler “wortlos überzeugen”

koerpersprache

Viele Studenten machen während ihrer Zeit an der Uni alles richtig: sie absolvieren Auslandsaufenthalte, können mindestens ein hochwertiges Praktikum vorweisen und haben neben all dem auch recht passable Noten. Gute Vorraussetzungen also, um das Interesse zukünftiger Arbeitsgeber zu erregen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. An diesem Punkt scheitern dann jedoch viele Bewerber, da Mimik und Gestik dem Personaler eine völlig andere Botschaft vrmitteln, als dieser den gesagten Worten entnimmt. Besonders bei hart umworbenen Stellen kann die falsche Körpersprache so zum K.O.- Kriterium werden. Um dem vorzubeugen, hat PRAKTIKUMSFUEHRER.de recherchiert und zusammen getragen, wie man sich am besten in Szene setzt, welche Fehler es zu vermeiden gilt und wie man den Personaler von sich überzeugt.

Wie wichtig sind die Signale?

Psychologischen Studien zufolge entfallen 55 Prozent des ersten persönlichen Eindrucks auf Körpersprache und Gestikulation. Weitere 38 Prozent werden dem Sprechen, etwa der Stimmlage und Artikulation, beigemessen. Der Inhalt des Gesagten hätte demnach nur einen Anteil von sieben Prozent. Nun soll der Bewerber im Vorstellungsgespräch natürlich zu allererst durch seine Qualifikationen und Inhalte glänzen. Und in der Theorie spielen auch nur diese Kriterien bei der Vergabe des Jobs eine Rolle. Die Realität sieht etwas anders aus: Zum einen kommt auf viele Stellen oft mehr als nur ein Bewerber. Sind die fachlichen Qualifikationen sehr ähnlich, ist der persönliche Eindruck dann der ausschlaggebende Punkt. Zum anderen werden die sogenannten Soft Skills für den Berufseinstieg immer wichtiger. Viele Unternehmen sehen diese nicht nur als Zusatz, sondern machen unter Umständen an ihnen die Vergabe des Jobs fest. Behauptet ein Bewerber also, stressresistent und konfliktfähig zu sein, kommt dann aber schon bei der ersten kritischen oder unzulässigen Nachfrage ins Schwitzen oder fängt an, nervös auf seinem Sitz herum zu rutschen, dann erweckt er Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit. Es gilt also, ein paar Grundregeln zu beachten.

Die richtige Haltung

In den meisten Vorstellungsgesprächen sitzen Bewerber dem Personaler direkt gegenüber. Zentral ist hierbei, verkrampftes Sitzen zu vermeiden, da dies das Stressempfinden unnötig befördert. Idealerweise hält man den Körper aufrecht und locker, die Schultern gerade und das Kinn leicht erhoben. Die Hände liegen dabei entspannt auf den Sitzlehnen, die Beine sind im besten Fall locker in Richtung des Personaler übereinandergeschlagen. Beachten sollte man dabei zum einen, dass die Haltung nicht zu steif ausfällt, um nicht den Eindruck permanenter Anspannung zu erzeugen. Zum anderen sollte man es vermeiden, sich zu weit vorn auf den Stuhl zu setzen und die Lehnen mit den Händen zu umklammern. Diese Haltung wird sonst als übermäßige Nervosität oder Mangel an Selbstvertrauen interpretiert. Ein weiteres Tabu sind verschränkte Arme und eine breitbeinige, “lümmelnde” Haltung, da dies schnell als Überheblichkeit oder Ablehnung gedeutet werden kann. Sich im Verlauf des Gespräches hin und wieder vorzulehnen, signalisiert dem Gegenüber hingegen Interesse und Aufmerksamkeit. Allerdings sollte man es dabei unterlassen, den Körperschwerpunkt zu sehr nach vorn zu verlagern oder sich gar auf den Tisch zu stützen und damit eventuell das “Revier” des Personaler zu verletzen.

Die richtige Gestik

Prinzipiell gilt: ist es wichtig, öffnende und harmonische Gesten zu verwenden und hektische oder nervöse Bewegungen zu vermeiden. Mit den Fingern auf der Lehne zu trommeln, einem Gegenstand zu spielen oder die Fäuste zu ballen ist ebenso unvorteilhaft wie sich ständig die Haare zurück zu streichen oder an der Kleidung zu zupfen. Gestiken oberhalb der Taille gelten als positiv. Grundsätzlich vermieden werden sollten Bewegungen in Richtung oder gar Berührung der Gesichtspartien. Wer sich ständig an die Nase fasst oder die Brille hochschiebt, signalisiert Unsicherheit und Nervosität. Sich das Kinn zu streicheln kann als Selbstgefälligkeit ausgelegt werden, ein Griff zum Ohrläppchen bedeutet sogar Ablehnung und Geringschätzung. Natürlich kann jedem Menschen einmal die Nase jucken. Ist dies aber nicht der Fall, sollte man die Hände am besten einfach entspannt auf der Stuhllehne zu lassen.

Die richtige Mimik

Seit jeher senden die Augen die wichtigsten und vielsagendsten Signale. Ein freundlicher, offener Blick zeigt Interesse und Sympathie. Starrt man jedoch auf den Boden oder an seinem Gegenüber vorbei, wird dies im besten Fall als Unsicherheit, im schlimmsten Fall als mangelndes Interesse ausgelegt. Auch der Mund verrät einiges. Weder ein schiefes Lächeln noch heruntergezogene Mundwinkel wirken besonders glaubwürdig. Wird gar nur ein Mundwinkel hochgezogen, kann dies sogar als Zynismus oder Arroganz gedeutet werden. Am besten versucht man also gar nicht erst zu schauspielern, da dies meistens nur die Konzentrationsfähigkeit verringert und sich kleine Ungereimtheiten unter Umständen unbemerkt negativ auswirken können. Stattdessen lieber ehrlich Emotionen zu zeigen und auch mal zu lachen, wenn dies angebracht ist, führt wiederum nur selten zu negativen Konsequenzen.

Die richtige Vorbereitung

Bewerber, die für eine Stelle echtes Interesse hegen, stellen sich meist selbst die Weichen für einen gelungenen Auftritt, da ihre Begeisterung oft ganz von selbst in einer lebendigen Gestik und positiven Mimik zum Ausdruck kommt. Ein Bewerber sollte sich daher unbedingt mental auf sein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Eine positive Grundhaltung und Vorfreude auf den Termin sorgen automatisch dafür, dass der Körper die richtigen Signale sendet. Zudem schadet es auch nichts, sich mit der passenden Bekleidung auf einen Stuhl vor den Spiegel zu setzen und sich seine Wirkung ein wenig bewusster zu machen. So vorbereitet steht dem neuen Job dann nichts mehr im Wege!

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… Danone?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Danone?


Tags: Berufseinstieg, Bewerbungsratgeber, Claudia Hartwich, Karriere Danone, Wie bewerbe ich mich am besten bei Danone?

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PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Claudia Hartwich, Personaldirektorin bei Danone.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

Hartwich:
Wir geben Studenten ganzjährig die Möglichkeit, im Rahmen eines Praktikums in das Unternehmen Danone und unsere Geschäftsbereiche hineinzuschnuppern. Wer sich für die Bereiche Marketing, Trade Marketing, Sales, Away from Home, Personalentwicklung, Recruiting, Supply Chain Management, Unternehmenskommunikation oder Qualitätsmanagement interessiert, kann sich gerne bei uns bewerben.
Neben Praktikanten stellen wir auch Hochschulabsolventen in unserem so genannten Junior Programm ein. Im Augenblick suchen wir in den Bereichen Marketing/ Sales, Operations und Industrial.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Hartwich: Am liebsten online – ganz einfach und unkompliziert geht das über unsere Website www.danone.de, auf der Sie einen extra Karriere-Bereich finden.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Stimmt es, dass Bewerber durch ein Motivationsschreiben positiv herausstechen können?

Hartwich:
Ja, viele Bewerben verfassen ein “Standardanschreiben”. Mit einem besonders kreativen oder außergewöhnlichen Motivationsschreiben sticht man heraus und fällt positiv auf.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Hand aufs Herz! Unter welchen Kriterien sortieren Sie Bewerber aus?

Hartwich: Unsere Kriterien sind vorherige Praxiserfahrung durch Praktika oder Werkstudententätigkeiten, Auslandserfahrung, der Studiengang oder Studienschwerpunkt und die zeitliche Verfügbarkeit. Ein Praktikum bei Danone dauert mindestens 4 Monate.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

Hartwich:
Uns ist eine übersichtliche Bewerbung mit einem guten Anschreiben, gerne einem Motivationsschreiben und einem übersichtlichen Lebenslauf am liebsten. Sicher spielt die Form einer Bewerbung eine Rolle, letztlich sind für unsere Entscheidung aber die Inhalte maßgeblich.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig seine Erwartungen in diesem Bezug derzeit herunter zu schrauben?

Hartwich: Grundsätzlich ist es wichtig, dass Absolventen ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt gut selbst einschätzen können. Aber: Gute Absolventen wissen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, was sie wert sind. Wir suchen selbstbewusste und zielstrebige junge Leute, die sich nicht wegen der Finanzkrise “unter ihrem Wert” anbieten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?

Hartwich:

danone


PRAKTIKUMSFUEHRER
: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Hartwich:
Das kommt ganz darauf, worauf man sich bewirbt. Für die Traineeprogramme müssen die Bewerber ein Assessment-Center durchlaufen. Für einen Direkteinstieg auf einer höheren Position hat ein Bewerber mindestens zwei Bewerbungsgespräche und muss eine kleine Fallstudie bearbeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie schnell erhalten die Interessenten eine Zu- oder Absage?

Hartwich:
Wir bemühen uns, Bewerbern innerhalb von zwei Wochen eine erste Rückmeldung zu geben – das heißt entweder eine direkte Absage oder eine Einladung zum Telefoninterview. Wenn das Telefoninterview erfolgreich verläuft, vergehen höchstens 10 Tage bis zur Einladung zum persönlichen Gespräch. Umgekehrt weiß man auch nach spätestens 10 Tagen wenn man am Telefon nicht überzeugen konnte.
Das Feedback auf das erste Bewerbungsgespräch geben wir innerhalb von maximal zwei Wochen. Sollte es danach auch noch zu einem zweiten Gespräch kommen, geben wir auch hier sehr zeitnah eine telefonische Rückmeldung.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie hoch ist die Chance einer Übernahme nach einem Praktikum?

Hartwich:
Der erste Schritt ist die Aufnahme in unser Praktikantenbindungsprogramm. Wer in dieses Programm aufgenommen wird, bekommt sicher eine Einladung zum Assessment-Center oder zum Bewerbungsgespräch. Letztes Jahr (2008) wurden insgesamt 4 Praktikanten fest eingestellt.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau Hartwich? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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“Was willst du denn DAMIT mal machen?” – Chancen für Geisteswissenschaftler

“Was willst du denn DAMIT mal machen?” – Chancen für Geisteswissenschaftler


Tags: Berufseinstieg, Karriere Geisteswissenschaftler, Karriere-Start, Quereinstieg, Was willst du denn damit mal machen

geisteswissenschaften
Geisteswissenschaftler haben es von jeher nicht leicht in ihrer beruflichen Entwicklung. Werden sie nach ihrem Studienfach gefragt und geben Antworten wie Geschichte, Soziologie, Islamwissenschaft oder  Linguistik, folgt oft – gekoppelt mit einem skeptischen Blick – die Frage: “Was willst du denn DAMIT mal machen?”. Nahezu jeder, der heutzutage nicht an einer Fachhochschule für einen “MINI”- Beruf ausgebildet wird oder an einer renommierten Hochschule Wirtschaft studiert, muss sich solche Kommentare gefallen lassen. Viele Studenten bekommen diese Frage gar so oft zu hören, dass sie nach einiger Zeit selbst nicht mehr an den Nutzen und die gesellschaftliche Relevanz ihres Studiums glauben. Der Fragende erhält deshalb dann als Antwort häufig ein unsicheres Grinsen gepaart mit dem Satz: “Ich werde Taxifahrer.” Der folgende Beitrag soll dieser Einschätzung Paroli bieten.

Zuallererst muss konstatiert werden: Trotz aller Prognosen einer schwierigen Arbeitsmarktlage steigt die Zahl der Immatrikulationen in Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften von Jahr zu Jahr stetig weiter. Viele Studienanfänger sind sich dabei bewusst, dass es schwierig für sie wird, später ein berufliches Äquivalent für Ihre Ausbildung zu finden. Der Begeisterung und dem Interesse für ihr Fach tun diese Aussichten anfangs keinen Abbruch. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Arbeit vollziehen jedoch einen Wandel, den man nicht ignorieren darf, wenn man später den beruflichen Einstieg finden will.

Die Probleme erkennen

Zuerst die negativen Aspekte: Im Gegensatz zu den vergangenen Jahrzehnten  sehen sich heute nahezu alle Disziplinen mit zwei determinierenden Fragen konfrontiert: Welchen Nutzwert haben sie für die Gesellschaft, was geben sie zurück? Wodurch wird dieser Nutzwert mess- und damit beweisbar? Wie auch immer man diese Entwicklung bewerten mag, auf Sie einstellen muss man sich leider trotzdem. Geisteswissenschaftler sollten sich dabei zwei Probleme bewusst machen:
1. Exzellenzinitiativen und der Hochschulpakt 2020, welcher zuletzt am 4. Juni verlängert wurde, sind primär auf die Natur- und Ingenieurswissenschaften zugeschnitten. Sozial- und Geisteswissenschaften bleiben häufig auf der Strecke, da sie wenig Bedarf an kostspieligen Zubehör und spezialisierter Ausrüstung haben und meist nur Geld für größere fachliche Projekte oder Mitarbeiterstellen brauchen. Da beides weniger der Spezialisierung und “Exzellenz” als vielmehr dem laufenden Unibetrieb zugute kommt, werden hier entsprechend weniger Gelder bereit gestellt. Damit einher geht das (Dauer-)Problem, dass trotz steigender Studentenzahl nach wie vor zu wenig neue Lehrkräfte eingestellt werden.
2. Auch nach Jahren des Missstandes haben viele Professoren und Lehrbeauftragte keine Konsequenzen gezogen und verharren auch nach der Umstellung auf Bachelor und Master bei relativ starren Inhalten und Lehrstrukturen mit wenig Praxisbezug. Das bedeutet konkret, dass viele Lehrpläne weiterhin den Lehrerberuf oder eine universitäre Karriere zum Ziel haben, aber den Studenten neben dem wissenschaftlichen Arbeiten nicht beigebracht wird, aus Ihren Fähigkeiten Kapital zu schlagen und sich zu vermarkten. Daran ändern leider meistens auch die in Modulform angebotenen Schlüsselqualifikationen nicht viel. Dass es jedoch viele Bereiche gibt, für die Geisteswissenschaftler geradezu prädestiniert sind und auch immer mehr Unternehmen entdecken, dass es neben Ingenieuren außerdem andere Kräfte für den reibungslosen Ablauf im Betrieb braucht, sollte für jeden zum Leitgedanken werden.

Sich die eigenen Stärken bewusst machen

Nicht selten ist die “gefühlte” berufliche Perspektive deutlich schlechter als die Realität, da sich viele Absolventen Ihre Fähigkeiten zuwenig verdeutlichen und daraus Selbstvertrauen ziehen. Laut dem Fischer Weltalmanach von 2008 sind in Deutschland 71,9 Prozent der deutschen Arbeitnehmer im tertiären Sektor beschäftigt, sprich im weitesten Sinne  als Dienstleister tätig. Die beiden Hauptfähigkeiten, welche hier grundsätzlich benötigt und auch in jeder zweiten Stellenanzeige gefordert werden, sind eine überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift und die Fähigkeit zu eigenständigen, zielgerichteten Arbeiten. Genau diese beiden Fertigkeiten bekommen nahezu alle Geisteswissenschaftler fast zwangläufig mit, da sie sich mehr als alle anderen regelmäßig bei Vorträgen oder Gruppenarbeiten innerhalb eines festgelegten Zeitraums in vorgegebene Themen einarbeiten, diese präsentieren und in Diskussionen verteidigen müssen. Dies mag auf den ersten Blick furchtbar trivial klingen. Aber wer schon einmal erlebt hat, wie schwer es vielen Jobsuchenden fällt, allein ein ordentliches Bewerbungsschreiben aufzusetzen und ein paar klare Aussagen über sich im Bewerbungsgespräch zu treffen (geschweige denn, später Ideen richtig zu präsentieren, die Kommunikation im Unternehmen und mit den Kollegen zu fördern, Arbeitsabläufe einzuschätzen oder andere Menschen zu führen) weiß, wie wichtig diese Fertigkeiten sind. In vielen Fachbereichen sind zudem überfüllte Seminare, fehlende Literatur für Hausarbeiten und mangelnde Betreuung durch den Massenbetrieb ein Dauerzustand. Entsprechend stark wird hier also das Organisationstalent geformt und gefördert. Die Fähigkeit, mit Stress umzugehen und sich auf ständig wechselnde Umstände einzustellen, ist sowieso fast schon Gemeingut. Viele Studenten absolvieren zudem während ihrer Studienzeit mehrere Praktika und sind als Generalisten fähig und willens, sich schnell in vorher weitestgehend unbekannte und komplexe Sachverhalte einzuarbeiten. Dann wären da noch die “Spezialfähigkeiten”: Historiker und Soziologen sind meistens sehr gut in der methodischen Recherche und besitzen die Fähigkeit, vernetzt zu denken und ein Problem von mehreren Seiten dezidiert zu analysieren. Linguisten haben eine enorm hohe Fremdsprachenkompetenz, welche im Zuge der Globalisierung sehr gefragt ist, wenn man sich beispielsweise auf asiatische Sprachen verlegt. Kulturwissenschaftler wiederum kennen sich gut mit den Eigenarten und Bräuchen außereuropäischer Nationen und Bevölkerungen aus und wissen entsprechend, wie sie sich gegenüber arabischen oder chinesischen Geschäftspartnern zu verhalten haben, ohne ins Fettnäpfchen zu treten. An nützlichen Eigenschaften mangelt es den Absolventen also nicht.

Die Chancen nutzen

Das Hauptproblem für die Jobsuche liegt nicht im Bereich der im Studium erworbenen Fähigkeiten, sondern ergibt sich aus der inhaltlich bedingten Ferne des Studiums zur Berufswelt. Allerdings können mangelnde Fachkenntnisse oft auch “on the job” antrainiert werden. Dies wird beispielsweise im angelsächsischen Raum schon länger praktiziert, da in vielen Bereichen die oben aufgeführten “Soft Skills” und Fertigkeiten höher im Kurs stehen als fundiertes, aber blutarmes Detailwissen. Geisteswissenschaftler sollten daher die “Not”, sprich den Mangel an vorgezeichneten Karrierewegen, als “Tugend” begreifen. Denn während es für Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieure häufig vorgefertigte “Karriere-Blue-Prints” gibt, steht dem Geisteswissenschaftler als professionellem Quereinsteigern eine größere Auswahl beruflicher Betätigungsfelder offen. Wichtig ist hier, sich beizeiten klar zu werden, wohin die Reise gehen könnte, entsprechende Kontakte zu knüpfen und Praktika zu absolvieren. Ein fast schon traditioneller Anlaufpunkt für viele Absolventen ist die Medienbranche. Ob nun bei Zeitungen, Fernsehen, Werbung oder im PR-Bereich: Die Anzahl der Bewerber übersteigt die vorhandenen Stellen oft um ein vielfaches. Bei der hohen Vielfalt an Möglichkeiten und der großen Konkurrenz reicht es deshalb nicht aus, nur “irgendwas mit Medien” machen zu wollen. Die Absolventen sollten im Gegenteil sehr zielgerichtet auf den Bereich, der sie am meisten interessiert, hinarbeiten. Wer nur eine eher vage Vorstellung besitzt und nicht wirklich dafür brennt, ist in anderen Bereichen besser aufgehoben. Die Kulturwirtschaft beispielsweise erzeugt mit einer jährlichen Wertschöpfung von ca. 35 Milliarden Euro mehr als die Softwareindustrie. Verlage, Agenturen, Theater, Galerien oder Museen, um nur einige zu nennen, bieten also für sich schon ein weites Feld. Auch in Unternehmen  werden in Bereichen wie Personalwesen oder Projektmanagement neben Betriebswirten immer öfter Geisteswissenschaftler gesucht. Das Schlüsselwort lautet hier Initiativbewerbung, da die wenigsten Stellen direkt für Soziologen oder Kulturwissenschaftler ausgeschrieben sind. Wer seine Studienzeit genutzt hat, um ein bis zwei namhafte Praktika zu absolvieren, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und zudem passable Noten zu schreiben, wird dabei auch nicht auf verschlossene Türen stoßen. Laut der letzten Studie des Hochschulinformationssystems sind nämlich nur 5 Prozent der Absolventen 12 Monate nach Beendigung ihres Studiums arbeitslos. Von promovierten Taxifahrern kann hier also keine Rede sein. Auf eine Sache muss man sich jedoch bei der Wahl eines solchen Studiums einstellen: Die Einstiegsgehälter sind im Durchschnitt um einiges niedriger als bei Wirtschaftswissenschaftlern oder Ingenieuren. Der Spaß am Studium und die berufliche Zufriedenheit aber meistens nicht.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… Deloitte?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Deloitte?


Tags: Bewerbungsratgeber, Christina de Bakker, Karriere Deloitte, Wie bewerbe ich mich am besten bei Deloitte?

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

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Heute im Interview: Christina de Bakker, Leiterin Personalmarketing und Recruiting bei Deloitte.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

de Bakker: Wir suchen in unseren vier Bereichen Assurance, Tax, Consulting und Corporate Finance vor allem Wirtschaftswissenschaftler mit relevanten Schwerpunkten im Studium. Daneben sind für uns auch Juristen, Ingenieure und Naturwissenschaftler mit wirtschaftlicher Ausrichtung interessant.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

de Bakker: Wir bevorzugen Online-Bewerbungen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche drei Fehler beim Bewerbungsablauf sind für Sie ein K.O.- Kriterium?

de Bakker: Unübersichtlichkeit – Wir wünschen uns auf einen Blick alle wichtigen Informationen. Meist fehlt die Zeit, lange nach Antworten offen gebliebener Fragen in den Unterlagen zu suchen.
Unvollständigkeit – es ist langwierig, wenn wir noch wichtige Informationen anfordern müssen. Bei fast 30.000 Bewerbungen im Jahr hat derjenige Vorteile, der seine Unterlagen gleich komplett vorlegt.
Schlampigkeit – Ich kann mich an ein Anschreiben eines Bewerbers erinnern, indem wir mit dem Namen eines Wettbewerbers angesprochen wurden.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Sicher stapeln sich auch auf Ihrem Schreibtisch die Unterlagen verschiedener Bewerber. Welche Kriterien machen eine Bewerbung für Sie wirklich interessant?

de Bakker: Die Kunst ist, auf einen Blick die wesentlichen Informationen übersichtlich darzustellen. Informationen über Abschlüsse, Abschlussnoten – auch vom Abitur -, Schwerpunkte im Studium und Inhalte von Praktika sind am besten gleich im Lebenslauf aufzuführen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen, bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

de Bakker: Da wir Online-Bewerbungen bevorzugen, rückt der kreative Teil in den Hintergrund. Eine gute Übersicht darüber, wen man vor sich hat, ziehen wir vor.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig, seine Erwartungen in diesem Bezug derzeit herunter zu schrauben?

de Bakker: Wir halten auch in einer wirtschaftlich schwächeren Phase an unserer Gehalts- und Personalpolitik fest. Die Besten haben bei uns immer eine Chance!

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

de Bakker: Es kommt nicht auf ein Kriterium allein an, sondern auf den richtigen Mix. Wegen unseres internationalen Businesses ist es wichtig, dass sich jemand gerne in einem solchen Umfeld bewegt. Entscheidend ist neben der Persönlichkeit eine ausgeprägte Lernbereitschaft. Ein Einstieg in das Beratungsbusiness ist mit lebenslangem Lernen verbunden.

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PRAKTIKUMSFUEHRER: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

de Bakker: In der Regel werden Absolventen zu Bewerbertagen eingeladen. In strukturierten Interviews und dem Lösen einer Case Study versuchen wir uns ein umfassendes Bild von Kandidaten zu machen. Wir bieten aber auch viele Einblicke in unsere Arbeitsweise, indem sich Interessierte im Gespräch mit Young Professionals über den Berufseinstieg bei Deloitte informieren können. Wir legen viel Wert darauf, gegenseitig zu prüfen, ob wir zueinander passen. Darüber hinaus bieten wir bei unseren TAX-, ERS- und Corporate Finance Recruiting Days zu besonderen Terminen Auswahlverfahren für größere Gruppen an.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wodurch sticht ein Kandidat für Sie beim persönlichen Gespräch besonders positiv heraus?

de Bakker: Eine offene, ehrliche und spontane Art im richtigen Kontext kommt immer gut an.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Soft Skills wünschen sich Personaler wirklich?

de Bakker: Es geht hier weniger um die Wünsche der Personaler. Wir suchen Mitarbeiter, die gerne Teamplayer sind und gute Communication Skills mitbringen. Denn Beratung ist ein People Business!

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau de Bakker? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Neues Insider-Dossier für Bewerber

Neues Insider-Dossier für Bewerber


Tags: Bewerbungsbücher, Insider-Dossier, Karriereratgeber, Squeaker

speaker

Wer derzeit Jura studiert und nach einer Referendarstelle oder anderen Einstiegsmöglichkeiten in einer Kanzlei Ausschau hält, für den könnte das neue Internet-Dossier “Karriere in der Großkanzlei – Bewerbung, Einstieg und Aufstieg” von squeaker.net eine wertvolle Unterstützung sein. Der Ratgeber wurde auf Basis von Insider-Infos erstellt und vermittelt eine umfangreiche Vorstellung davon was es heißt, eine Stelle als Praktikant, Referendar oder Berufseinsteiger in einer Großkanzlei zu ergattern und dort zu arbeiten.

Das neue Dossier gliedert sich in sechs verschiedene Teile. Zuerst wird geklärt, was eine Großkanzlei überhaupt charakterisiert, was man bei der Auswahl seiner Zielkanzlei beachten sollte und welche Einstellungsvorrausetzungen bei der aktuellen Marktlage oftmals gefordert werden. Das zweite Kapitel befasst sich dann dezidiert mit der Bewerbung und bietet nützliche Hinweise für die Erstellung passender Bewerbungsunterlagen. Hat man diese Hürde überwunden, wird der nächste Abschnitt interessant: Sicheres und Souveränes Auftreten in der Kanzlei gegenüber Mandanten, Partnern, Referendaren und anderen Mitarbeitern sowie das korrekte äußere Erscheinungsbild. Im anschließenden Kapitel werden zudem mögliche Alternativen zur Großkanzlei aufgezeigt. Den größten Umfang haben dann jedoch die letzten beiden Teilbereiche: Kapitel fünf gibt detaillierten Einblicke in die Arbeit der verschiedenen juristischen Fachbereiche, Kapitel sechs beschäftigt sich abschließend mit den Profilen 18 namhafter Kanzleien. Mit diesen Informationen ausgestattet, dürfte es zukünftigen Staranwälten deutlich leichter fallen, Fuss in der Branche zu fassen.

Das neue Buch reiht sich als achte Publikation in die Serie “Insider Dossier Bewerbungsbücher” von squeaker.net ein. Wie man dem Titel entnehmen kann, ist das Ziel der Reihe, Studenten und Absolventen mit branchenspezifischen Insider-Infos zu versorgen und so den Berufseinstieg zu erleichtern. Die Autoren setzen es sich dabei zum Ziel, nach und nach möglichst alle Branchen zu erfassen und lieferten beispielsweise zuletzt mit dem Dossier “Bewerbung in der Automobilindustrie” eine Abhandlung für den Einstieg in diesen krisengeschüttelten Wirtschaftszweig. Alle Publikationen sowie kommende Leseproben findet Ihr auf squeaker.net.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… Coca-Cola?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Coca-Cola?


Tags: Bewerbungsablauf Coca Cola, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Coca-Cola GmbH, Persoanlerinterview Coca Cola, Tanja Biber, Wie bewerbe ich mich am besten bei Coca-Cola?, Yvonne Herrmann

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

cocacola

Heute im Interview: Tanja Biber (rechts), Leiterin Personalmarketing Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG und Yvonne Herrmann (links), HR Professional, Coca-Cola GmbH

Warum ein Interview mit zwei Personalern? Ganz einfach: Coca-Cola in Deutschland – das sind zwei Unternehmen. Die Coca-Cola GmbH, verantwortlich für das Brand Marketing und die Endkonsumentenansprache und die Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG verantwortlich für die Abfüllung und den Vertrieb von Coca-Cola Markenprodukten in Deutschland.

PRAKTIKUMSFÜHRER: In welchem Bereich suchen Sie derzeit Nachwuchs?

Biber: Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG bietet sowohl zahlreiche Praktikumsplätze für Studenten als auch Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen in Form von Traineeprogrammen an. Jedes Jahr mit Beginn zum Frühjahr werden Nachwuchskräfte für das 18-monatige Traineeprogramm in den Bereichen Human Resources, Marketing, Finance, Sales und Supply Chain eingestellt. Darüber hinaus werden über das Jahr verteilt auch Direkteinstiegsmöglichkeiten angeboten.

Herrmann: Bei der Coca-Cola GmbH gibt es ein Traineeprogramm für die Bereiche Marketing – 24 Monate – und Finance – 18 Monate. Darüber hinaus bieten wir zahlreiche Praktikumsplätze an. Regelmäßig Praktika-Auschreibungen erfolgen für die Bereiche Marketing (Brandmanagement, Promotions, Media & Interactive Marketing, Advertising), Finanzen, Human Resources, unsere Unternehmenskommunikation sowie die Marktforschung.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Welche Art von Bewerbungen bevorzugen Sie?

Biber: Bewerbungen für die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG nehmen wir vorzugsweise über unsere Online-Bewerbungsformulare entgegen. Unsere Jobbörse informiert darüber hinaus stets über aktuelle Stellenangebote. Interessierte Bewerber können sich hier informieren.

Herrmann: Bewerbungen für die Coca-Cola GmbH sind über unsere Homepage einzureichen. Dort ist ein benutzerfreundliches Bewerbungsformular hinterlegt. Zeugnisse können zudem als Anlage per Upload hinzugefügt werden. Sollten einmal keine Stellenausschreibungen vorhanden sein, hat ein Interessent die Möglichkeit, ein Profil über sich zu hinterlegen. Sobald passende Stellen verfügbar sind, erhält er dann eine Benachrichtigung.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Stimmt es, dass Bewerber durch ein Motivationsschreiben positiv hervorstechen können?

Biber und Herrmann: Eine besondere Motivation, für Coca-Cola arbeiten zu wollen, ist elementar. Wichtig ist uns, zu erkennen, warum ein Bewerber gerade bei uns arbeiten möchte. Was sind Beweggründe? Warum gerade unser Unternehmen? Weshalb diese Branche, dieser Bereich? Ob man hierfür beispielsweise ein separates Schreiben verfasst oder die eigene Motivation im Anschreiben platziert, ist jedem selbst überlassen.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Hand aufs Herz! Unter welchen Kriterien sortieren Sie Bewerber aus?

Biber: Natürlich sind in erster Linie die fachlichen Kriterien, erste praktische Erfahrungen sowie Begeisterungsfähigkeit und eine aus dem Anschreiben erkennbare Leidenschaft und Motivation für die Marke und das Unternehmen Coca-Cola entscheidend. Wir achten auf vollständige Informationen zur Person und zum Werdegang sowie auf ein übersichtliches Layout der Unterlagen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, die Bewerbung sei flüchtig erstellt worden. Sehr gute Bewerbungen zeichnen sich durch einen klar erkennbaren “roten Faden” aus.

Herrmann: Dies gilt in gleichem Maße für  Bewerbungen bei der
Coca-Cola GmbH. Bei uns sind zudem Englischkenntnisse ein “Must”. Wenn es mit dem gewünschten Bereich vielleicht einmal nicht klappt,  prüfen wir natürlich auch anderweitige Einsatzmöglichkeiten.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Was halten Sie von so genannten Kreativ-Bewerbungen bei denen die Studenten ihr Anschreiben grafisch aufwerten oder ihre Bewerbungsmappen auf eine ausgefallene Art einreichen?

Biber und Herrmann: In der Tat besitzen viele Kandidaten ein hohes Maß an Kreativität. Diese Bewerbungen hinterlassen auf jeden Fall einen nachhaltigen Eindruck und bleiben im Gedächtnis. Für den Bereich Marketing ist Kreativität natürlich besonders wichtig. Bei der weiteren Auswahl haben sie aber nicht automatisch Vorrang vor anderen Bewerbungen, denn Kreativität ist kein alleiniges Kriterium.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Das Thema Gehalt ist für viele Absolventen ohnehin ein schwieriger Punkt. Die Finanzkrise macht die Unsicherheit nicht leichter. Wie sollten sich Absolventen Ihrer Meinung nach verhalten. Ist es richtig seine Erwartung in diesem Bezug herunter zu schrauben?

Biber und Herrmann: Bewerber sollten sich Ihrer Fähigkeiten bewusst sein. Sie sollten ihre Qualifikationen sowie das branchenüblichen Gehaltsgefüge in Betracht ziehen. Man sollte sich nicht unter Wert verkaufen, doch gerade  beim Einstiegsgehalt berücksichtigen, dass eine Entwicklung nach oben offen bleiben muss. Das ist auch für die Motivation wichtig. Wir bieten Berufseinsteigern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei unterstützen wir sie auch mit entsprechenden Weiterbildungsmöglichkeiten.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?

Biber und Herrmann:

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PRAKTIKUMSFÜHRER: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Biber und Herrmann: In Abhängigkeit von der zu besetzenden Position führen wir sowohl Einzelinterviews durch als auch eine Kombination aus Einzelinterviews mit anschließender Einladung zum Assessment-Center.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Wie schnell erhalten Interessenten eine Zu-oder Absage?

Biber und Herrmann: Grundsätzlich ist es natürlich im beiderseitigen Interesse, schnellstmöglich eine Entscheidung zu treffen. Da verschiedene Personen, aus der Personalabteilung, aus dem Fachbereich bis hin zum direkten Vorgesetzten am Auswahlprozess beteiligt sind, nimmt dieser dennoch eine gewisse Zeit in Anspruch.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Wie hoch ist die Chance einer Übernahme nach dem Praktikum?

Herrmann: Leistungsstarke Praktikanten, egal ob noch aktiv oder bereits nicht mehr bei uns im Unternehmen, weisen wir proaktiv auf unsere Ausschreibungen für Traineeprogramme hin.

Biber: Das hängt natürlich sehr stark von den Leistungen im Praktikum ab. Wenn sich jemand bewährt, wird er für zukünftige Positionen auch in Betracht gezogen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau Biber oder Frau Herrmann? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Stipendiaten gehen im Studium öfter ins Ausland

Stipendiaten gehen im Studium öfter ins Ausland


Tags: Praktikum im Ausland, Studie Ausland, Studieren im Ausland

studie

Studenten, die ein Stipendium in der Tasche haben, gehen während des Studiums eher ins Ausland als ihre Kommilitonen. Das ergab eine Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) in Hannover. Demnach hat fast jeder zweite Stipendiat (47 Prozent) schon einmal einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert oder unternimmt ihn gerade. Der Anteil derer, die einen Auslandsaufenthalt bereits hinter sich haben, ist dabei mehr als doppelt so hoch wie der aller Studenten im Erststudium (38 Prozent zu 16 Prozent). An der Umfrage haben rund 10.000 Stipendiaten der elf Begabtenförderungswerke in Deutschland teilgenommen. So war bereits ein Drittel (33 Prozent) der Befragten schon einmal an einer Hochschule in einem anderen Land eingeschrieben. Etwa jeder Fünfte hat ein Praktikum im Ausland (21 Prozent) gemacht und jeder Sechste (16 Prozent) hat an einem Sprachkurs teilgenommen.

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