Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage geraten die deutschen Unternehmen bezüglich ihrer Personalkosten immer mehr in Zugzwang. Dies belegt die aktuelle Umfrage der “s+p Software und Consulting AG“. Dafür befragte das Softwareunternehmen mehr als 350 Personalverantwortliche in ganz Deutschland. Demnach gewinnt vor allem die Problematik der Umstrukturierung und Personalfreisetzung zunehmend an Dynamik. Weit mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen (39 Prozent) bestätigten die steigende Bedeutung dieser Themen. Gleichzeitig rückt das Thema “Personalbeschaffung & Recruiting” weiter in den Hintergrund: Gaben Anfang des Jahres noch 27 Prozent der Befragten an, dieses Thema zukünftig eher zu vernachlässigen, sind es mittlerweile schon 35 Prozent. Weiterhin wichtig bleibt der Themenkomplex “Personalkostenplanung und -controlling”. Mehr als die Hälfte der Personalentscheider (57 Prozent) messen diesem Thema 2009 eine hohe Bedeutung zu und wollen mit mehr Personalkostenplanung der Krise trotzen.
Auch die Investitionen in die eigenen Mitarbeiter werden zukünftig wegen des Kostendrucks der Personalabteilungen geringer ausfallen. Immerhin gab fast jedes achte Unternehmen (12 Prozent) an, dass die Bedeutung von Personalentwicklung und Weiterbildung in 2009 sinken werde. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Januar verdoppelt (sechs Prozent). Ebenfalls sinken wird die Wichtigkeit von Systemen zur Mitarbeiterbindung: Maßen Anfang des Jahres noch 37 Prozent der Betriebe diesem Thema eine steigende Relevanz zu, ist dies aktuell nur noch bei knapp einem Viertel (24 Prozent) der Fall.
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: die Mehrheit der befragten Unternehmen befasst sich vermehrt mit der Flexibilisierung der Arbeit. So wird in knapp zwei Dritteln der Personalabteilungen (64 Prozent) bereits über den künftigen Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitkonten diskutiert. Auch hier ist die Tendenz stark steigend im Vergleich zu 49 Prozent noch im Januar. In punkto Vergütungssysteme setzen die Personaler mittlerweile eher auf Planungssicherheit. Nur noch 29 Prozent gaben an, mehr über variable Systeme nachzudenken. Zu Jahresbeginn waren es noch 40 Prozent.













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