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Categorized | Ausland, Erfahrungsberichte, Praktika - Ab ins Ausland!

Mein Traumpraktikum im sonnigen Chicago


Tags: Auslandspraktikum, Erfahrungsbericht, Praktikum in Chicago, Praktikumsbericht, Traumpraktikum

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Habt Ihr schon einmal über ein Praktikum in der Windy City of Chicago nachgedacht? Hella Neumann (24) kann es jedem nur empfehlen, denn sie hat sich vor über einem Jahr für ein Praxisjahr im Bereich des Hotelmanagements bei einer renommierten weltweiten Hotelkette  entschieden . Unterstützt wurde sie dabei von der German American Chamber California (GACCCA), die ihr bei allen Visumsangelegenheiten  behilflich war. Hella erzählt uns, warum sie so begeistert von Chicago ist, dass sie ihren Aufenthalt sogar noch einmal um ein Jahr verlängert.

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PRAKTIKUMSFÜHRER: Wie bist du zu deinem Praktikumsplatz in Chicago gekommen – berichte doch mal über deine Schritte von der Idee bis zur Ankunft in Illinois?

Amerika war schon immer mein Traum. Schon als ich 16 war, wollte ich gern nach Amerika und habe daher nach einem Austauschjahr an einer amerikanischen Schule mein amerikanisches Diplom erhalten. Dann habe ich in Leipzig Hotelmanagement studiert und wollte unbedingt noch mal in Amerika Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Ein anderes Land kam dabei nie in Frage für mich. Im Internet habe ich mir die wichtigen Informationen über die Hotelgruppe geholt und bin dann auch auf die Seite der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer gestoßen. Frau Töller und Frau Polster haben mir sehr geholfen bei den bürokratischen Abläufen und mit dem DS-2019-Visumsformular. So verlief alles reibungslos. Auch das Interview beim amerikanischen Konsulat in Berlin war gut. Mit der Sprache hatte ich nie Probleme, da ich im Schüleraustausch mein Englisch üben konnte. Ich kann das jedem nur empfehlen. Als ich die Zusage für mein Visum hatte, war ich überglücklich und konnte es kaum noch erwarten im Flugzeug zu sitzen.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Mit welchen Erwartungen bist du zum ersten Arbeitstag gegangen und wie wurdest du dann in Chicago von deinen Kollegen empfangen ?

Ich habe das Praktikum begonnen, um die amerikanische Arbeitsphilosophie kennenzulernen. Da ich bisher nur in europäischen Hotels gearbeitet habe, wollte ich außerdem erfahren, welche Unterschiede es im Arbeitsablauf in einem amerikanischen Sterne-Hotel gibt. Das heißt, ich wollte meinen Horizont erweitern, wertvolle Lebenserfahrung sammeln und in meinem Lieblingsland leben und arbeiten. Natürlich wollte ich auch mein Business-English verbessern und nette Kollegen kennen lernen. Der Praktikumsplan, den ich vorhab schon bekam, verriet mir schon einige interessante Abläufe und ich war gespannt, wie diese umgesetzt werden. Es reizte mich auch, noch mal ganz von vorn anzufangen, mit nur zwei Koffern auf mich allein gestellt in einem fremden Land Fuß zu fassen.
Empfangen wurde ich von Anfang an sehr freundlich und entgegenkommend. Mein Supervisor unterstützte mich in allen Belangen und die Arbeitsatmosphäre war sofort locker und entspannt. Die Mitarbeiter integrierten mich gleich ins Team, so dass ich mich wirklich super wohl gefühlt habe. Der Team-Spirit und Zusammenhalt ist ganz anders als in den deutschen Firmen, die ich kannte. Schnell hab ich mich auch in meiner freien Zeit mit dem Kollegen getroffen, von denen einige zu Freunden wurden. Sprachliche Schwierigkeiten hatte ich keine. Englisch ist fast zu meiner Erstsprache geworden und es fällt mir jetzt sogar schwer, Sätze auf deutsch zu formulieren.

PRAKTIKUMSFÜHRER: In welchen Abteilungen hast du gearbeitet und welche Aufgaben hattest du?

Nach einem allgemeinen Kennenlernen des gesamten Hotelbetriebs und der Einführung arbeitete ich im Front Desk Management und als Concierge am Empfang. Das heißt, ich begrüßte die Gäste bei ihrer Ankunft im Hotel und wies sie ein, half ihnen bei ihren Reservierungen und buchte für sie auch im Bereich Guest-Entertaining Tickets für Konzerte, Baseballspiele oder andere Events. Ich hatte von Anfang an Verantwortung und durfte selbstständig arbeiten, aber mein Manager stand mir immer bei Fragen zur Seite.
Mir macht die Kommunikation mit den internationalen Gästen sehr viel Spaß und es gab auch interessante Aufträge. Einmal sollte ich für einen Gast eine Batman-Maske besorgen, die ich nach längerer Recherche auch finden konnte. Es ist auch ein schönes Gefühl, wenn sich Gäste bedanken, denen ich zum Beispiel geholfen habe, wie eine Frau, die ihren Pass verloren hatte.
Die Interaktion zwischen Hotelpersonal und Gast ist in Amerika auch viel höher als in Deutschland beispielsweise. Die Ausstattung des Hotels hat einen hohen Standard, aber auch der Service und die Freundlichkeit werden sehr hoch bewertet. Mir hat das sehr gefallen und ich konnte viel lernen im Umgang mit den verschiedensten Reisenden.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Waren die Praktikumsbedingungen so, dass du auch die Zeit und Möglichkeiten fandest, um deine Freizeit zu genießen und Land und Leute kennenzulernen?

Die Praktikumsbedingungen waren toll. Ich hatte eine eigene Wohnung und konnte mir von der guten Vergütung auch das recht teure Leben in Chicago leisten. Generell hat man eine 40-Stunden-Woche, wobei der Sonntag und Montag frei sind und Freitag wie Samstag als “busy days” gelten, wo richtig viel los ist.  In meiner Freizeit traf ich mich viel mit den Kollegen, ging surfen und spielte Beachvolleyball. Chicago hat viel zu bieten und es ist meist schönes heißes Wetter. Ich konnte auch viel reisen, daher war ich in New York, Las Vegas, San Fransisco und im restlichen Kalifornien unterwegs. Amerika ist wunderschön und ich bin begeistert von der lockeren Art der Leute und den vielen Möglichkeiten.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sie wurden wirklich übertroffen. Die Mitarbeiter gehen hier so nett und hilfsbereit miteinander um und auch die Gäste sind viel lockerer und offener. Jeder hat ein freundliches Wort für den anderen und man interessiert sich immer für die Herkunft des Einzelnen. Besonders gefallen haben mir immer die Hochzeiten, die oft stattfanden und wenn prominente Gäste bei uns wohnten wie die Chippendales oder Schauspieler und Sänger.
Ich fühle mich hier wie zu Hause und habe viele tolle Menschen kennen gelernt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Amerika weiterhin zu arbeiten.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Warum hast du dich nun entschieden das Praktikum um ein Jahr zu verlängern?

Einmal, weil es mir so großen Spaß macht, hier zu leben und im Hotel zu arbeiten und weil ich die Chance und Herausforderung wahrnehmen möchte, in einem anderen Bereich des Hotels Erfahrungen zu sammeln. Im vergangenen Jahr war ich Guest-Service-Agent und nun habe ich die Möglichkeit als Assistant-Manager aufzusteigen und verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen. Dazu gehört auch die Schulung von Mitarbeitern im Guest-Service-Bereich.
Die Gäste werden hier oft zu ihrer Zufriedenheit und Beurteilung des Personals befragt und dann wählt der Manager einen Mitarbeiter des Monats und das bin ich schon zweimal geworden. Darauf bin ich stolz, denn es bestätigt meinen Einsatz und meine Akzeptanz hier, da mir die Arbeit auch wirklich gut gefällt.

PRAKTIKUMSFÜHRER: Würdest du das Praktikum weiterempfehlen?

Ja, ich würde es unbedingt empfehlen!
Ich würde jedem der die Gelegenheit dazu hat, generell zu einem Auslandspraktikum raten. Man kann sich persönlich und beruflich weiterentwickeln und unersetzliche Erfahrungen sammeln, die dich unabhängiger und offener machen. Außerdem bringt es Pluspunkte im Lebenslauf.
Amerika ist für mich wirklich ein Traumland, weil die Menschen sehr freundlich und offen sind und man hier alle Möglichkeiten hat, sich auszuprobieren und dabei zu lernen. Ich habe jetzt einen internationalen Freundeskreis und konnte meine interkulturellen Kenntnisse vertiefen. Man sollte nicht nur träumen, sondern die Idee umsetzen, die man hat – das habe ich hier gelernt.
Die Deutsch-Amerikanische Handelskammer von Kalifornien hilft sehr bei dem bürokratischen Aufwand mit dem Visumsantrag und anderen organisatorischen Angelegenheiten, die anfangs schon ein wenig abschreckend wirken. Doch durch die gute Vorbereitung und die Ratschläge der Mitarbeiter wird der Traum schnell Wirklichkeit. Alles ist möglich, wenn man daran arbeitet!

Wir bedanken uns bei Hella Neumann für das Interview! Habt ihr Fragen an Sie oder wollt ihr Euch über ähnliche Praktika informieren? Dann kontaktiert doch unsere Redaktion!


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This post was written by:

Katja Martin - who has written 10 posts on PRAKTIKUMSFÜHRER.


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