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Archive | Juli, 2009

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Vodafone?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… Vodafone?


Tags: Beruf, Berufseinstieg, Bewerbungs-Tipps, Personaler-Interview, Tim Verhoeven, Vodafone

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PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Tim Verhoeven, Junior Recruiter im Bereich Personal Marketing und Resourcing bei Vodafone.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Verhoeven: Online, ideal über unser Bewerberportal www.vodafone.de/jobs.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Verhoeven:
Unprofessionelle oder unseriöse Bilder; Anhänge in sehr untypischen Dateiformaten; Schlechte Qualität von eingescannten Zeugnissen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie kreativ dürfen Initiativ-Bewerbungen sein?

Verhoeven: Als Bewerber sollte man sich nur kurz eine Sekunde in die Situation eines Personalers hinein versetzen, der sich täglich viele Bewerbungen anschaut. Sicherlich hängt es auch von der Branche ab, der das Unternehmen angehört und auf welche Position man sich bewirbt. In vielen Fällen reicht es aus, dass Anschreiben inhaltlich ansprechend und aussagekräftig zu formulieren. Leider nutzen nur wenige Bewerber diese Möglichkeit.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Verhoeven: In Bereichen, in denen die Selbstvermarktung und das Auftreten besonders wichtig sind kann dies durchaus sinnvoll sein (Beispielsweise der Vertrieb). Generell wird aber ein schriftlicher Lebenslauf bevorzugt, da er schneller betrachtet werden kann.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

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PRAKTIKUMSFUEHRER:
Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Verhoeven:
Man sollte als Student die Möglichkeiten nutzen, sehr viele unterschiedliche Unternehmen durch Praktika kennen zu lernen, um zu heraus finden zu können zu welcher Unternehmensstruktur und -mentalität man passt. Allerdings sollte die Dauer der Praktika nicht zu kurz sein, da sonst der Mehrwert eher gering ist. Auch wenn man schon früh weiß, in welche Richtung man tendiert, sollte man trotzdem verschiedene Unternehmen kennen lernen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchen Bereichen benötigen Sie derzeit am dringendsten nach Nachwuchs?

Verhoeven:
Im Vertrieb.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Verhoeven: Je nach Bereich haben auch Quereinsteiger gute Chancen, wenn die fachlichen Grundqualifikationen stimmen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welchen Wert messen Sie den “Soft-Skills” der Bewerber bei?

Verhoeven: Wir suchen Bewerber, die dynamisch und flexibel sind und sich sowohl durch ein internationales Mindset als auch durch Pragmatismus auszeichnen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Vodafone agiert international. Welche Standorte bieten deutschen Bewerbern, die den Einstieg schaffen, derzeit die interessantesten Möglichkeiten?

Verhoeven: Da für viele Bewerber speziell exotischere Länder interessant sind, ist aktuell sicherlich Ghana ein sehr interessanter Standort, wo wir aktuell auch einige deutsche Mitarbeiter vor Ort unterstützen.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Tim Verhoeven? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Schluss mit der Generation Praktikum!

Schluss mit der Generation Praktikum!

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In den letzten Jahren wurde dem Praktikum medial ein eher schlechtes Image zugeschrieben.

Diese Aussage suggeriert, es gäbe das Praktikum schlechthin, obwohl ebenso unterschiedliche Branchen wie Aufgabengebiete existieren, in denen man als Praktikant erste Erfahrungen sammeln kann. Dabei muss man auch klar unterscheiden, aus welchen Gründen man ein Praktikum beginnt und in welcher Lebensphase man sich dabei befindet. Ein von der Studienordnung vorgesehenes Pflichtpraktikum innerhalb des Studiums wird meist positiv bewertet. Den Problemfall stellen häufig die Praktika nach dem regulären Studium dar, weil sie ein Sprungbrett für Berufsanfänger sein sollen.

Endstation Praktikum oder Karrierechance?

Vor einigen Jahren startete die Zeit eine Diskussion, die riesige Wellen in der Medienlandschaft schlug und bis heute immer noch anhält: Dabei wird behauptet, es gäbe eine sogenannte “Generation Praktikum” als Massenphänomen, bei der es sich um Hochschulabsolventen handelt, die sich durch “Kettenpraktika” vor der Arbeitslosigkeit retten und von Unternehmen durch niedrige Bezahlung monatelang ausgebeutet werden. Die meisten Beobachtungen stützten sich auf Aussagen von einzelnen Praktikanten, die sich betroffen fühlen oder basieren auf teilweise auf Hören-Sagen im Bekanntenkreis.

Wir fragen uns, ob das jemals so war und wirklich immer noch so ist. Kam nicht diese medial forcierte Diskussion allen denen gelegen, die sich immer schon mal “ausgebeutet fühlen wollten”? Denn in jedem Beschäftigungsverhältnis kommt es sicherlich zu Problemen und nicht immer ist man zufrieden mit allen Bedingungen. Jede Medaille hat zwei Seiten und zur Ausbeutung gehören immer zwei Parteien – der Ausbeuter und derjenige, der sich ausbeuten lässt. Ist es nicht immer leichter sich zu beschweren, als positive Seiten hervorzuheben? Einseitigkeit ist hier offensichtlich fehl am Platz.

Zahlen und Fakten

Faktisch bewiesen mehrere Befragungen, dass von einer solchen Pauschalisierung nicht geredet werden kann. Dies bekräftigt zB. die HIS-Studie von 2007 mit ihrer Befragung von mehr als 12000 Absolventen, die letztlich ergab, dass Praktikumskarrieren oder Kettenpraktika eine Ausnahme darstellen. Zwar fühlten sich einige der Befragten unzufrieden mit ihrem Praktikumplatz, jedoch äußerten sich genauso viele wohlwollend über diesen.

Leider konnten die Ergebnisse keinen Vergleich mit vorhergehenden Untersuchungen erbringen, weil dazu keine verlässlichen Zahlen verfügbar waren. Dennoch konnten die Herausgeber der Studie, Kolja Briedis und Karl-Heinz Minks, der These widersprechen, dass es sich hierbei um einen generellen Trend handelt, der eine ganze Generation umfasst.

Im Mai letzten Jahres gab das Bundesarbeitsministerium dann ebenso eine Studie zum Thema “Was ist gute Arbeit? Praktika stärken- Mißbrauch verhindern” heraus. Aus dieser geht hervor, dass jeder fünfte der 18 bis 34-Jährigen befragten Hochschulabsolventen nach dem Studium ein freiwilliges Praktikum absolvierte und 49 Prozent davon sich während dieser Zeit durch andere Personen finanzieren lassen mussten. Lediglich 36 Prozent entschieden sich für mehr als ein Praktikum über einen längeren Zeitraum hinaus. Das heißt, auch hier kann nicht von einem Allgemeinphänomen der “Praktika-Kette” geredet werden. Zudem gaben über die Hälfte der Befragten an, mit ihrem Berufseinstieg zufrieden zu sein, da er “problemlos und glatt” verlief.

Nachgefragt

Bettina König vom Verein fairwork e.V., der die Interessen der Hochschulabsolventen vertritt und Schutzgesetzte für die Praktikanten fordert, rät im Interview, das wir mit ihr führten, in den meisten Fällen vom Praktikum nach dem Studium ab. Die Chancen für einen Berufseinstieg und eine folgende Festanstellung seien gering und die Risiken in einem verdeckten Angestelltenverhältnis ausgebeutet zu werden recht hoch. Sie hat aus eigener Erfahrung und ihrem Kontakt zu Absolventen den Eindruck, dass der Einstieg in die Berufswelt eher als schwierig empfunden wird und viele aus Angst vor einem lückenhaften Lebenslauf oder der Arbeitslosigkeit auf  “das erstbeste Praktikum”  zurückgreifen. Sie und ihr Verein fordern daher sowohl eine gesetzlich geregelte angemessene Vergütung als auch eine Begrenzung der Praktikumsdauer. Beim Praktikum soll, ihrer Meinung nach, der Lerneffekt im Vordergrund stehen. Wenn ein Absolvent, das Gefühl hat einen Angestellten zu ersetzen, fordert König ihn auf selbstsicher aufzutreten und eine Vergütung zu verlangen, die seinen Lebensunterhalt sichert.

Daher würde sie vom Praktikum nach dem Studium eher abraten und empfiehlt auch Bachelor oder Master-Studenten ein Urlaubssemester einzuschieben, um das jeweilige Arbeitsfeld kennen zu lernen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Wie aber sieht es mit den Lebensläufen aus, die Studienfachwechsel oder Krisen beinhalten, in denen man sich neu orientieren muss und will? Ist ein Praktikum, ob nun vor oder nach einem Abschluss nicht auch eine Möglichkeit sich auszuprobieren und zu beweisen, um dabei Kontakte zu knüpfen oder Referenzen zu sammeln? Letztlich kann der Staat zwar Rahmenbedingungen schaffen, aber die Entscheidungen für den beruflichen Weg muss jeder selbst fällen.

Das wollen wir – Ausbildung statt Ausbeutung

Wir sind der Auffassung, unabhängig davon, ob die “Generation Praktikum” nun ein Medienkonstrukt ist, nur vereinzelt existiert oder vielleicht gerade im Zuge der Wirtschaftskrise real entsteht – jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und muss sich seinen Platz in der Gesellschaft durch Kreativität und Motivation erarbeiten.

Wir wollen mit unserem Magazin eben dort ansetzen und versuchen, die positiven Seiten der unterschiedlichsten Praktika-Angebote zu beleuchten. Dabei wollen wir nicht nur beraten, sondern euch in der Phase der Suche nach einem geeigneten Praktikum an die Unternehmen heranführen und deren Praktikumsplätze vorstellen. Ihr sollt mitreden können und eure Praktika-Erfahrungen mit anderen teilen. Statt immer nur über eine “Generation Praktikum” zu diskutieren, werden wir dort ansetzen, wo Fehler beginnen – bei der Wahl des Praktikums.

Auf dieser Basis könnt Ihr dann entscheiden, ob Ihr euch “ausbeuten” lasst, oder es doch besser ist, die Möglichkeiten und Chancen zu erkennen und dann zu ergreifen, durch die sich neue Türen öffnen.

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Karrierechance bei Stiftungen?

Karrierechance bei Stiftungen?


Tags: Bewerberchance, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Karriere, Stiftungen

stiftungen

Habt Ihr schon einmal daran gedacht, Euer ehrenamtliches soziales Engagement mit einer beruflichen Tätigkeit zu verbinden? Dann nutzt Eure Chance und bewerbt Euch bei einer der zahlreichen deutschen Stiftungen.

Denn das Stiftungswesen boomt. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen gibt bekannt, dass insgesamt mehr als 16.000 Stiftungen existieren und allein im Jahr 2008 mehr als eintausend neue gegründet wurden, die in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Diese geben nicht nur gesellschaftliche und soziale Impulse, sondern sie stehen auch im Dienste der Gemeinnützigkeit und ermöglichen deren Finanzierung.
Damit werden die Stiftungen zu den Zugpferden des bürgerlichen Engagements und Vorreitern der gesellschaftlichen Verantwortlichkeit. Außerdem bieten sie Berufseinsteigern die Chance an spannenden Projekten mitzuwirken und bereiten alternative Karrierewege. Um diese enorme Aufgabe der sozialen Förderung leisten zu können, brauchen Stiftungen besonders engagierte, fähige, kreative und mutige Leute mit Durchsetzungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Auf den Internetseiten des Bundesverbandes, der Euch über die unterschiedlichen Stiftungsarten und Aufgaben informiert, findet Ihr nicht nur eine Liste der bundesweiten Stiftungen, die Mitglieder im Verband sind, sondern auch vergütete Praktika und Stellenangebote aus den verschiedensten Arbeitsfeldern. Aktuell wird Euch die Mitarbeit im Bereich Marketing und Fundraising, oder auch Projektleitung/Management und Pressearbeit angeboten. Wenn Ihr derzeit kein passendes Angebot für Euch findet, dann bewerbt Euch doch initiativ – so zeigt Ihr Profil und Einsatzbereitschaft. Im Stiftungswesen erwarten Euch vielseitige und anspruchsvolle Arbeitsgebiete, die Euch online vorgestellt werden. Manche Stiftungen bemühen sich auch um Transparenz. Die Bertelsmannstiftung beispielsweise lässt auf ihren Internetseiten auch die Praktikanten mal zu Wort kommen. Dort könnt Ihr deren Ausbildungsweg und Werdegang, sowie eine Beschreibung und Beurteilung der eigenen Tätigkeiten nachlesen, um einen Einblick in mögliche Stiftungsarbeit zu erlangen.

Wir werden Euch hier in Zukunft weiterhin auf dem Laufenden halten und über vielversprechende Stiftungsprojekte und Bewerbungsmöglichkeiten berichten, um der Frage nachzugehen, wie die Karrierechancen in diesem Arbeitsfeld wirklich aussehen.

Weitere Infos findet ihr hier.

Habt Ihr eigene Praktika oder andere Erfahrungen bei einer namhaften Stiftung gesammelt? Mit welchen Aufgaben wurdet Ihr betreut? Dann erzählt uns davon und bereichert unseren Blog.
Wir wollen, dass Ihr Eure Eindrücke teilen könnt und einen Blick hinter die Kulissen erhaltet!
Ihr seid nicht allein im Bewerbungs-Dschungel!

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Wie bewerbe ich mich am besten bei der… Deutschen Telekom?

Wie bewerbe ich mich am besten bei der… Deutschen Telekom?


Tags: Berufseinstieg, Bewerbungs-Tipps, Deutsche Telekom, Marc-Stefan Brodbeck, Personaler-Interview

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PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marc-Stefan Brodbeck, Leiter Recruiting & Talent Service der Deutschen Telekom.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Brodbeck: Wir bevorzugen die Online-Bewerbung. Der Vorteil einer Online-Bewerbung besteht darin, dass wir Bewerbungen in einer strukturierten Form erhalten und – ganz im Sinne des Bewerbers – schnell dem suchenden Fachbereich zukommen lassen können, der die Unterlagen zeitnah vergleichen kann.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Brodbeck: Tabu sind Fantasie-Adressen. Wir empfehlen eine neutrale und seriöse E-Mailadresse nach dem Muster Vorname.Nachname@provider.de.  Auch bei der Verwendung von Dateianhängen gibt es No-Gos. Stellen Sie sich einen Personalverantwortlichen vor, der mehrere 100 Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung bekommt. Und jede davon mit mehreren Anhängen versehen, die alle geöffnet werden wollen. Deshalb ist es ganz wichtig, sich auf wenige Anlagen zu beschränken und diese vor allem auch aussagekräftig zu benennen. Für Ton und Stil einer Online-Bewerbung gelten nach wie vor die üblichen Gepflogenheiten einer Bewerbung in Schriftform. Deshalb haben zum Beispiel Emoticons in einer seriösen Online-Bewerbung nichts verloren.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Zu welchen Praxiserfahrungen (Praktika, Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten) sollte der Bewerber ein Zeugnis beilegen?

Brodbeck: Je mehr Informationen ein Bewerber zur Verfügung stellt, desto aufschlussreicher ist dies für uns. Hier gilt: Wichtig sind alle Informationen, die mit den Fähigkeiten des Bewerbers zu tun haben. Aber auch Nachweise über soziales Engagement zeigen ein differenziertes Profil des Bewerbers und geben einen ersten Eindruck über seine Persönlichkeit.

PRAKTIKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Brodbeck: Wir sammeln bereits erste konkrete Erfahrungen im Umgang mit Videobewerbungen im Rahmen unserer Telekom Campus Tour. Studenten an rund 40 Universitäten und Fachhochschulen konnten sich per Videobotschaft für ein dreimonatiges Praktikum in Südafrika bewerben. Im Vordergrund standen Persönlichkeit, Kreativität und Originalität der Bewerber, nicht Noten oder Lebenslauf. Erst im zweiten Schritt finden nun Interviews und persönliche Auswahlgespräche statt. Sie sehen, wir erwarten nicht nur von unseren Bewerbern, neue Wege zu gehen. Gerade im Personalmarketing gilt es, neue Formen der Kommunikation und Ansprache zu finden, die junge Menschen überzeugt.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

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PRAKTIKUMSFUEHRER: In welchen Bereichen benötigen Sie derzeit am dringendsten nach Nachwuchs?

Brodbeck:
Die Deutsche Telekom plant in diesem Jahr je nach Geschäftsentwicklung bis zu 2.000 Stellen mit Hochschul-Absolventen und Young Professionals zu besetzen. Besonders gefragt sind zurzeit Ingenieure, IT-Spezialisten und Betriebs- sowie Volkswirte. Aber auch für Absolventen anderer Studienrichtungen bieten sich vielfältige Einstiegsmöglichkeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Brodbeck:
Spezialisierte Fachkräfte stehen auf unserer Wunschliste ganz oben. Dennoch bieten wir auch qualifizierten Quereinsteigern und Querdenkern Einstiegschancen. Als Konzern suchen wir vor allem engagierte Mitarbeiter, die gestalten wollen und Sinn für Innovationen haben. Wir verändern uns und suchen deshalb gerade auch junge Menschen, die den Wandel mitgestalten.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Haben Sie auch schon Studienabbrecher eingestellt, wenn Persönlichkeit und Leistung überzeugt haben, oder fallen diese automatisch durchs Raster?

Brodbeck:
Durchaus, wenn die übrigen Leistungen und die Persönlichkeit des Bewerbers überzeugend sind.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Brodbeck: Sowohl als auch. Selbstverständlich machen wir uns ein umfangreiches Bild des Bewerbers: Fachliche Qualifikationen werden getestet, aber auch die Persönlichkeit und der Charakter. Das jeweilige Auswahlverfahren richtet sich aber vor allem nach der ausgeschriebenen Stelle: ein Praktikum wird zum Beispiel im persönlichen Gespräch vergeben, die Bewerberauswahl von Top-Absolventen für Stellen in unserem Nachwuchskräfteprogramm “Start up!” verläuft selbstverständlich umfangreicher und komplexer über ein Assessment-Center. In beiden Fällen gilt: Wir gestalten den Bewerbungsprozess fair  und gehen respektvoll mit dem Bewerber um. Wir erwarten allerdings vom Bewerber, dass er sich im Vorfeld über unseren Konzern informiert und die groben Strukturen und Themen kennt.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Brodbeck: Vor allem die Herausforderung, teilzuhaben an der Veränderung, die der Konzern gerade durchlebt. Wir suchen Mitarbeiter, die den Mut haben, bestehende Prozesse zu hinterfragen und nach innovativen Lösungen zu suchen. Wir brauchen engagierte Mitarbeiter mit Unternehmergeist, die die Anforderungen des Marktes erkennen und uns helfen, den Konzern dementsprechend weiter zu entwickeln. Gerade Pionieren bietet unser Nachwuchsprogramm “Start up!” alle Entwicklungschancen. Hier entscheiden die Kolleginnen und Kollegen selbst, in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Innerhalb von 15 Monaten – drei Monate davon in einer der Auslandsgesellschaften – werden unsere “Start up!s” mit anspruchsvollen Aufgaben und innovativen Projekten darauf vorbereitet, größere Verantwortung bei der Deutschen Telekom zu übernehmen. Coaching durch den direkten Vorgesetzten und individuelles Mentoring durch eine erfahrene Führungskraft unterstützen die Konzerneinsteiger auf diesem Weg.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Marc-Stefan Brodbeck? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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“Non-Profit” statt “Big Business” – Praktikum in New York

“Non-Profit” statt “Big Business” – Praktikum in New York


Tags: Arbeiten im Ausland, Auslandspraktika, Auslandsvermittlung, Praktikum New York

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New York zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsräumen der Welt und bietet von jeher unzählige Möglichkeiten, in Unternehmen praktische Erfahrungen sammeln zu können. Wenn Ihr abseits von Hochglanz-Jobs, Krawatten und Bürostress nach einer Möglichkeit sucht, in die City einzutauchen, ihre Bewohner kennen zu lernen und dabei noch eine spannende Arbeit zu verrichten, haben wir jetzt das passende Angebot für Euch.

Interessiert Ihr Euch für Marketing und redaktionelle Arbeit, so habt Ihr mit unserer Hilfe die Gelegenheit, bei einer bekannten New Yorker Non- Profit-Organisation zu arbeiten, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, ethnischen und sozialen Minderheiten eine Stimme zu geben. Als Teil des Teams seid Ihr nach umfangreicher Einarbeitung und individueller Betreuung dafür verantwortlich, Informationen aus Datenbanken, Interviews, Publikationen, und Gesprächen zu recherchieren, aufzubereiten und bei Meetings zu präsentieren sowie deren Vorbereitung und Koordination zu unterstützen. Dabei erwarten Euch umfangreiche Einblicke in der Öffentlichkeitsarbeit sowie vielfältige Kontakte mit Menschen unterschiedlichster Ethnie und Herkunft. Klingt spannend? Ist es auch!

Um an dem Programm teilnehmen zu können, solltet Ihr volljährig sein und Euch mindestens drei Monate Zeit nehmen. Eine Vergütung erhaltet Ihr leider nicht, da die Gelder in diesem Segment knapp sind. Dafür habt Ihr allerdings die Chance auf anspruchsvolle Aufgaben und eine wirklich einmalige Lebenserfahrung, die sich deutlich vom “Praktikums-Einerlei” anderer Unternehmen abhebt!

Neugierig geworden? Dann meldet Euch bei uns! Weitere Infos findet Ihr hier usa.praktika.de.

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Sich erfolgreich gegen Ausbeutung wehren

Sich erfolgreich gegen Ausbeutung wehren


Tags: Inhalte Praktikum, Klage gegen Lohnwucher, Praktikantenrechte, Urteil Praktikum

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Was geschieht, wenn man im Rahmen seines Praktikums für einen Hungerlohn wie ein normaler Arbeitnehmer behandelt wird und noch dazu nichts lernt? Existiert eine gesetzliche Grundlage, um nachträglich eine gerechte Vergütung einzufordern, und macht eine Klage wegen Lohnwucher überhaupt Sinn? PRAKTIKUMSFUEHRER.de hat für Euch Fachanwalt Sebastian Dücker von der Kanzlei Ulrich Weber & Partner GbR aus Berlin zu diesem Thema interviewt.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Bereits im Jahr 2003 legte das Bundesarbeitsgericht in einem Grundsatzurteil (Az. 6 AZR564/ 01) fest, dass bei einem Praktikum der Ausbildungszweck im Vordergrund stehen müsse, da ansonsten ein Arbeitsverhältnis vorliege. Wie ist hier die genaue Regelung und wie lässt diese sich anwenden?

Dücker: Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 13. März 2003 zur Unterscheidung von Arbeitnehmer und Praktikant Stellung genommen. Ein Praktikant wird in aller Regel vorübergehend in einem Betrieb praktisch tätig, um sich die zur Vorbereitung auf einen – meist akademischen – Beruf notwendigen praktischen Kenntnisse und Erfahrungen anzueignen. Zweck des Praktikums ist es, dass der (ggf. erst angehende) Student mit den im Beruf verwendeten Materialien, Werkzeugen und Maschinen vertraut gemacht wird, damit er den Vorlesungen mit Verständnis folgen kann. Im geisteswissenschaftlichen Bereich geht es darum, sich die Arbeitsweisen und Methoden der Praktiker anzueignen. Zu beachten ist, dass im Rahmen eines Praktikums keine systematische Berufsausbildung stattfindet. Vielmehr wird eine darauf beruhende Tätigkeit häufig Teil einer Gesamtausbildung sein und für die Zulassung zu Studium oder Beruf benötigt. Da die im Betrieb anfallenden Tätigkeiten teilweise auch von Praktikanten übernommen werden, wird darauf abgestellt, ob dennoch der Ausbildungszweck im Vordergrund steht. Mit anderen Worten: Der Ausbildungszweck muss deutlich die für den Betrieb erbrachten Leistungen und Arbeitsergebnisse überwiegen. Hilfreich ist hier ein Vergleich mit den Beschäftigten. Lässt sich nach inhaltlichen oder zeitlichen Aspekten kein wesentlicher Unterschied zwischen den im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmern und dem Prakti-kanten finden, ist von einer Arbeitnehmereigenschaft auszugehen. Dieses gilt selbst dann, wenn mit der betreffenden Person schriftlich ein Praktikumsvertrag vereinbart wurde. Maßgebend ist insofern nicht die Vereinbarung, sondern vielmehr die tatsächlich gelebte Praxis.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Gelten diese Regelungen für alle Praktika oder nur in speziellen Fällen, z.B. bei einem Praktikum nach Abschluss der Hochschulausbildung oder ab einer bestimmten Praktikumsdauer?

Dücker: Die Abgrenzung zwischen Arbeitnehmer und Praktikant nach dem überwiegenden Ausbildungszweck gilt für sämtliche Praktika. Ausnahmen hat das Bundesarbeitsgericht nicht gemacht.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Es gab auch schon einige Präzendenzfälle, etwa ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Würtemberg (Az. 5 Sa 45/07) und des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az. 10 Sa 782/07). Ist ein Erfolg der Klage abhängig von der Rechtslage des jeweiligen Bundeslandes oder kann man sagen, dass in begründeten Fällen das Grundsatzurteil des BAG allgemeine Gültigkeit besitzt?

Dücker: Die vom Bundesarbeitsgericht erarbeitete Abgrenzung zwischen Arbeitnehmer und Praktikant nach dem „Überwiegen des Ausbildungszwecks“ ist nicht auf bestimmte Bundesländer begrenzt, sondern allgemein gültig. Unterschiede gibt es naturgemäß beim jeweiligen Inhalt des Praktikums. Es ist hier, gemessen am konkreten Gegenstand eines solchen Praktikums, eine Frage des jeweiligen Einzelfalles, ob der Ausbildungszweck überwiegt.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wie kann oder muss der Ausbildungsinhalt vertraglich geregelt sein? Worauf muss man als Praktikant achten und was kann man einfordern?

Dücker: Für das Praktikumsverhältnis gelten nach § 26 Berufsbildungsgesetz diverse Vorschriften der Berufs-ausbildung entsprechend, vgl. §§ 10 bis 23, und 25 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Hiernach besteht etwa Anspruch auf Ausstellung eines schriftlichen Zeugnisses nach Beendigung des Praktikums, sowie Anspruch auf Aufwandsentschädigung bzw. Beihilfe zum Lebensunterhalt. Einen schriftlichen, unterzeichneten Vertrag kann der Praktikant hingegen nicht einfordern. Wird ein solcher dennoch geschlossen, wird üblicherweise neben Gegenstand, Beginn und  Dauer des Praktikums vor allem die tägliche Arbeitszeit, Urlaubstage sowie die Höhe der Vergütung schriftlich geregelt.

Wichtig ist die Länge der Probezeit. Innerhalb dieser kann das Praktikumsverhältnis jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Nach Ablauf der Probezeit kann die ausbildende Firma nur aus einem wichtigen Grund außerordentlich (fristlos) kündigen. Im Übrigen kann das Praktikumsverhältnis nur durch den Praktikanten innerhalb einer Kündigungsfrist von vier Wochen gelöst werden. Die Kündigung muss schriftlich unter Angabe des Kündigungsgrundes erfolgen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Gesetzt den Fall, ein Praktikant sieht sich zu sittenwidrigen Vergütungen ausgenutzt, weil er gleiche Arbeiten wie ein Arbeitnehmer vollbringt, ohne eine Ausbildung zu erfahren. Woran könnte er sich orientieren bei der Frage, welche Vergütung im Nachhinein einforderbar ist? Ließe sich in diesem Fall auch das Gesetz gegen Lohnwucher im Sinne von § 138 Abs. 2 BGB anwenden?

Dücker: Wird man unter dem Deckmantel eines Praktikumsverhältnisses tatsächlich wie ein Arbeitnehmer beschäftigt, ohne hierfür eine entsprechende Vergütung zu erhalten, ist für eine angemessene Höhe    § 612 Abs. 2 BGB zu berücksichtigen. Hiernach gilt die übliche Vergütung als vereinbart, wenn die Parteien zur Höhe nichts Näheres bestimmt haben. Als Maßstab für die Höhe der Vergütung gilt, was in gleichen oder ähnlichen Gewerben bzw. Berufen am gleichen Ort für vergleichbare Tätigkeiten unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des Einzelnen (Lebensalter, Familienstand, Kinder) gezahlt wird. In Betracht kommt etwa die tarifliche oder sonstige Vergütung vergleichbarer Mitarbeiter im Praktikumsbetrieb. Wird man entgegen den Vorgaben eines Praktikumsvertrages als Arbeitnehmer eingesetzt, ist zu prüfen, ob die hierfür gewährte Entschädigung noch angemessen, oder bereits sittenwidrig ist, vgl. § 138 Abs. 2 BGB. Entscheidend ist ein auffälliges Missverhältnis zwischen tatsächlich gewährten Entgelt und üblichen (tariflichen) Lohn. Genaue Richtwerte gibt es  nicht. Die Rechtsprechung orientiert sich im Einzelfall an Werten zwischen 1/2 und 2/3 des üblichen Lohns.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Ein Schüler oder Student ist als Praktikant tätig, weil er die Referenz für seinen weiteren Werdegang dringend benötigt, z.B. für die Aufnahme eines (weiterführenden) Studiums. Er stellt nun bereits während des Praktikums fest, dass er wie ein normaler Arbeitnehmer behandelt wird, entscheidet sich aber dagegen, das Praktikum vorzeitig zu beenden. Wäre es in diesem Fall möglich, im Nachhinein trotzdem eine gerechte Vergütung einzufordern?

Dücker: Steht im Rahmen eines vereinbarten Praktikums der Ausbildungszweck nicht mehr im Vordergrund, sondern wird man vielmehr als Arbeitnehmer beschäftigt, kann man – insbesondere um das Vertragsverhältnis während der Laufzeit nicht zu belasten – auch im Nachhinein eine gerechte Vergütung einfordern. Dieses kann man etwa zunächst schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen, im Streitfall vor den Arbeitsgerichten durchsetzen. So hat etwa das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg mit Urteil vom 8. Februar 2008 nachträglich eine monatliche Vergütung von 375,00 € für sittenwidrig erklärt, nachdem feststand, dass während des sechsmonatigen Praktikanten-verhältnisses der Ausbildungszweck nicht deutlich die erbrachten Leistungen überwogen hat.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Innerhalb eines welchen Zeitraums muss die Klage erfolgen?

Dücker: Feste Fristen für die Geltendmachung einer nachträglichen Lohnzahlung sieht das Gesetz, etwa das Berufsbildungsgesetz nicht vor. Teilweise regeln jedoch Arbeits- oder Tarifverträge entsprechende Fristen (in der Regel drei bis sechs Monate). Hilfreich ist immer auch ein Blick in den schriftlichen Praktikumsvertrag. Möglicherweise sind hier Ausschlussfristen geregelt. Existieren keine Fristen für eine Klage, kann innerhalb der üblichen Verjährungsfrist von drei Jahren die Vergütung nachträglich eingefordert werden. Im Zweifel sollte jedoch zeitnah nach Abschluss des Praktikums entsprechender Rechtsrat eingeholt werden.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Gibt es eine Möglichkeit für Praktikanten, sich vorab kostenlos rechtlich beraten zu lassen, um auf dieser Basis entscheiden zu können, ob eine Klage zulässig wäre?

Dücker: Ein Anspruch auf kostenlose, außergerichtliche Beratung bei Rechtsanwälten besteht grundsätzlich nicht. Für Personen mit geringen Einkommen bietet sich in diesem Fall an, einen Beratungsschein am Amtsgericht vor Aufsuchen eines Rechtsanwalts zu erwerben. Hiermit wäre eine außergerichtliche Erstberatung durch den Rechtsanwalt abgedeckt. In diesem Erstgespräch könnte dann geklärt werden, ob die Erhebung einer Klage Sinn macht. Die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens können dann, sofern die Voraussetzungen vorliegen, über Prozesskostenhilfe geschultert werden.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Welche Indizien sprächen gegebenenfalls für den Erfolg einer Klage?

Dücker: Generelle, fallunabhängige Indizien für den Erfolg der Klage lassen sich schwerlich finden. Entscheidend sind immer die Umstände des jeweiligen Falles. Wichtig ist stets die Überprüfung von schriftlichen Vereinbarungen oder sonstigen Unterlagen, aus denen sich die Art der tatsächlichen Beschäftigung während der Praktikumszeit ergibt. Besteht kein wesentlicher Unterschied zwischen der eigenen Tätigkeit und derjenigen vergleichbarer Kollegen, sprechen allerdings erste Anhalts-punkte für das Vorliegen einer Arbeitnehmereigenschaft. Ob die Klage dann letztendlich Erfolg hat, ist jedoch immer eine Sache der Überzeugung des entscheidenden Gerichts.

Vielen Dank für das Interview!

Habt Ihr weitere Fragen an Sebastian Dücker? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie bewerbe ich mich am besten bei … fischer

Wie bewerbe ich mich am besten bei … fischer


Tags: Bewerbungs-Tipps, Marc-Sven Mengis, Personaler-Interview, Unternehmensgruppe fischer

fischer

PRAKTIKUMSFUEHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marc-Sven Mengis, Leiter des Personalwesens der Unternehmensgruppe fischer.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Mengis: Wir bevorzugen Bewerbungen in der klassischen Papierform, da diese die höchste Aussagekraft haben und am meisten über den Kandidaten verraten. Beispielsweise sehen wir, wie strukturiert die Bewerbungsmappe zusammengestellt wurde und wer sich die Mühe gemacht hat, seine Bewerbung exakt auf unsere Ausschreibung abzustimmen und somit offenbar ernsthaftes Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns hat. Wenn Online-Bewerbungen so gestaltet sind, dass sie diese Aussagekraft ebenfalls haben, sind diese selbstverständlich genauso willkommen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Mengis: Aus meiner Sicht gibt es da zwei Aspekte: Zum einen, wenn bei Online-Bewerbungen jedes Zeugnis als gesonderte Anlage versendet wird, bei uns also zig Anlagen mit einem sehr hohen Datenvolumen ankommen und damit auch einen hohen Aufwand nach sich ziehen, um alle Dokumente einzeln auszudrucken. Dies widerspricht völlig unserem täglichen Bestreben, Abläufe schlanker zu gestalten und Verschwendung zu vermeiden.
Das zweite No-Go sind Online-Bewerbungen, die an einen Verteilerkreis verschickt werden bzw. gleichzeitig an mehrere Firmen – eine Art “Rundumschlag” nach dem Motto: “Macht ja keine Mühe, kostet nichts, lieber eine Firma mehr als eine zu wenig kontaktieren.”

PRAKTIKUMSFUEHRER: Womit können Bewerber bei Initiativ-Bewerbungen richtig Profil zeigen?

Mengis: Eigentlich “nur” durch die richtige Darstellung des eigenen Profils. Wenn die Bewerber Erfahrungen mitbringen, die für uns jetzt oder später möglicherweise interessant sind, können sie damit punkten. Es ist wesentlich, dass das Profil schlüssig und anschaulich darstellt wird, und dazu gehören auch Vorteile und Stärken.

PRAKTKUMSFUEHRER: In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit auch Interesse wecken?

Mengis: Als innovatives Unternehmen sind wir gegenüber Neuem immer offen. Unsere Erfahrung ist allerdings, dass es die bisherigen Bewerberinnen und Bewerber mit ihren Videoaufzeichnungen nicht geschafft haben, uns zu überzeugen, weil sie nicht authentisch, sondern wie exaltierte Schauspieler gewirkt haben. Außerdem wurden die Bewerbungen nach dem Prinzip “Mehr ist mehr” überladen. Die Bewerbungen, die am meisten über die Kandidaten auszusagen vermögen, sind die bevorzugten – unabhängig vom Medium.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig?
(Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

Mengis:

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PRAKTIKUMSFUEHRER: Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Mengis: Erfahrungen in dem Bereich, der für die angestrebte Aufgabe relevant ist, oder bei Firmen, die sich in einem ähnlichen Umfeld wie wir bewegen. Außerdem Praktikumsaufgaben, die nicht nur grobe Einblicke und einen Überblick bieten, sondern die Möglichkeit, ein Projekt oder eine ganzheitliche Aufgabe verantwortlich zu bearbeiten.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Mengis: Auch Quereinsteiger haben generell Chancen. Wichtig ist immer, dass die Kompetenz und das Wissen grundsätzlich vorhanden sind; zweitrangig ist für uns, ob dieses Know-how durch Ausbildung und/oder Erfahrung entstanden ist. Ob wir bei Quereinsteigern auch ohne relevantes Know-how bereit sind, diese in einen fremden Bereich einzuarbeiten, hängt von der persönlichen Qualifikation des Kandidaten und von der Aufgabe an sich ab.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wie sieht ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Haus aus? Individuelles Gespräch oder Assessment-Center?

Mengis: Wir haben ein Leitbild mit drei zentralen Werten: innovativ, eigenverantwortlich und seriös. Unsere Bewerbergespräche führen wir grundsätzlich als persönliches Interview auf Basis unseres Leitbildes, das jeder Bewerber vor dem Gespräch zur Vorbereitung erhält. Wir legen Wert auf eine partnerschaftliche Ebene und auf Offenheit im Gespräch! Wir ergänzen diese Eindrücke je nach Stelle eventuell noch mit weiteren Informationen, die der Entscheidungsfindung dienen. So organisieren wir gegebenenfalls für einen Außendienstbewerber eine Mitfahrt mit einem unserer fischer-Außendienstmitarbeiter.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche “Soft-Skills” kommen bei Ihnen im Bewerbungsgespräch besonders gut an?

Mengis: Auch hier spielt unser Leitbild eine zentrale Rolle. Wir prüfen die Softskills vor allem mit Blick auf unser Leitbild: Jeder Bewerber, der uns davon überzeugen kann, dass er unsere Werte innovativ, eigenverantwortlich und seriös vertreten wird, hat eine für uns wesentliche Voraussetzung erfüllt. Darüber hinaus begeistern uns unter anderem eine hohe Identifikation mit der beruflichen Aufgabe, Authentizität im Auftreten sowie die Fähigkeit, andere für eigene Ideen zu begeistern.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: Welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Mengis: Wir versuchen bereits im Auswahlverfahren, die Besonderheiten von fischer herauszuarbeiten. Insbesondere spielt hier, wie bereits mehrfach erwähnt, unser Leitbild eine zentrale Rolle. Auch die Tatsache, dass wir ein schwäbisches, familiengeführtes Unternehmen sind, bei dem die Inhaberfamilie aktiv und vor Ort präsent ist, stellt eine besondere Herausforderung mit vielen Vorteilen dar. Unser Inhaber versteht die Mitarbeiter als wichtigstes Kapital – entsprechend fördern und fordern wir! Neue MitarbeiterInnen müssen sich darauf einstellen, dass sie bei uns zwar Begeisterung für fischer und seine erfolgreiche Entwicklung vorfinden, jedoch niemals Zufriedenheit in dem Sinne, dass wir uns angesichts von Erfolgen zurücklehnen! Wir möchten immer einen Schritt schneller und besser sein als unsere Wettbewerber; allerdings nicht nur relativ, sondern auch absolut möchten wir uns kontinuierlich in allen Bereichen verbessern und haben daher unser fischer ProzessSystem fest etabliert. Diesem Anspruch, alle Prozesse immer wieder zu überprüfen und zu optimieren, müssen unsere MitarbeiterInnen gewachsen sein.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Habt Ihr weitere Fragen an Marc-Sven Mengis? Kein Problem! Nutzt die Chance und stellt Eure eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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Wie sind Praktikanten am Arbeitsplatz versichert?

Wie sind Praktikanten am Arbeitsplatz versichert?


Tags: Auslandspraktika, Kanzlei Ulrich Weber & Partner GbR, Praktikantenrechte, Praktikum, Unfallversicherung

rechtsanw

Was müssen Praktikanten beachten, wenn es um das Thema Unfallversicherung geht? In welchen Fällen und in welchem Umfang greift diese? PRAKTIKUMSFÜHRER.de hat für Euch Fachanwalt Sebastian Dücker von der Kanzlei Ulrich Weber & Partner GbR aus Berlin zu diesem Thema interviewt.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Viele Studenten und Absolventen sind bei Versicherungs-Themen eher unerfahren. Daher zuerst die Frage: Was genau ist die gesetzliche Unfallversicherung und welche Leistungen umfasst diese?

Dücker: Die gesetzliche Unfallversicherung, geregelt im Sozialgesetzbuch (SGB VII) hat die Aufgabe, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu verhindern und im Versicherungsfall die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Betroffenen mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen. Der Versicherungsschutz umfasst sowohl Unfälle während der Tätigkeit am Arbeitsplatz, als auch solche, die sich auf dem Hin- oder Rückweg ereignen. Unfälle im Privatbereich sind hingegen nicht vom Schutz erfasst.

Die Unfallversicherung besteht vor allem für Beschäftigte in Arbeitsverhältnissen oder für Lernende während der beruflichen Aus- und Fortbildung. Darüber hinaus besteht auch Schutz für Schüler und Studenten. Der Versicherungsschutz besteht kraft Gesetz und hängt nicht von einer Anmeldung ab. Die Beiträge werden insbesondere von den Unternehmen in voller Höhe übernommen, d.h. die Versicherten zahlen grundsätzlich keinen eigenen Beitrag.

Präventiv dienen insbesondere Unfallverhütungsvorschriften und Vorsorgeuntersuchungen dazu, Versicherungsfälle zu vermeiden. Außerdem haben die Unfallversicherungsträger für die erforderliche Aus- und Fortbildung der Personen in Unternehmen zu sorgen, die etwa mit erster Hilfe oder Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen betraut sind.

Nach einem Versicherungsfall wird in erster Linie für eine (stationäre) Heilbehandlung gesorgt. Hinzu kommen Maßnahmen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie diverse Geldleistungen (Verletzten- und Rentengeld).

PRAKTIKUMSFUEHRER: Gilt die gesetzliche Unfallversicherung auch während eines Praktikums?

Dücker: Auch während eines Praktikums greift der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung ein. Hierbei spielt weder die Praktikumsdauer eine Rolle, noch die Höhe des Entgelts. Auch ein Praktikumsplatz ohne Bezahlung ist von der Unfallversicherung umfasst.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Macht es einen Unterschied, ob man ein Pflichtpraktikum im Rahmen seiner Ausbildung absolviert oder ob dieses auf freiwilliger Basis stattfindet?

Dücker: Für den Umfang des Versicherungsschutzes macht es keinen Unterschied, ob das Praktikum freiwillig, oder verpflichtend im Rahmen einer Ausbildung geleistet wird. Bei den freiwilligen Praktika, die eher dem individuellen Betriebskontakt und der Betriebserkundung des Interessierten dienen (Ferienpraktikum zur Berufswahlorientierung), besteht in der Regel kein Unfallversicherungsschutz. Hier liegt kein Praktikum im versicherungsrechtlichen Sinne vor. Hier hat man über eine sog. Kurzzeitversicherungen selbst für Versicherungsschutz zu sorgen. Erhältlich sind diese bei der Bundesagentur für Arbeit. Man sollte sich rechtzeitig vor Beginn des Praktikums beim Unternehmen und der Agentur für Arbeit informieren.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Gesetzt den Fall, man möchte ein Praktikum bei einer deutschen Firma im Ausland absolvieren – greift die gesetzliche Unfallversicherung hier auch?

Dücker: Bei einem Praktikum im Ausland ist Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt, dass die gesetzliche Unfallversicherung im Ausland nicht eingreift, selbst wenn man in einem deutschen Unternehmen als Praktikant tätig wird. Hier gilt es, sich frühzeitig zu informieren. Fachkundige Auskunft gibt insbesondere die deutsche gesetzlichen Unfallversicherung e.V., unter Umständen auch das jeweilige Unternehmen. Eine eng begrenzte Ausnahme besteht für solche Praktikumsveranstaltungen, die unter der Leitung der Hochschulen im Ausland durch-geführt werden. Weitere Informationen hierzu erhält man über die Hochschulen.

Eine Vielzahl von Versicherer bieten einen privaten Unfallversicherungsschutz an, der nach Vereinbarung insbesondere auch den Auslandsaufenthalt abdeckt und somit die Lücke im Versicherungsschutz schließt. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche anderen Möglichkeiten, sich günstig am Arbeitsplatz zu versichern, gibt es für Praktikanten?

Dücker:
Nicht nur im Rahmen eines Praktikums kann es sich anbieten, zusätzlich eine private Unfallversicherung abzuschließen, um das Leistungspaket der gesetzlichen Unfallversicherer  im Versicherungsfall aufzustocken. Hier gilt es, in Ruhe Leistungen und Beiträge miteinander zu vergleichen.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Gibt es weitere Punkte beim Thema Versicherung, die Studenten oder Absolventen beachten müssen, wenn sie ein Praktikumsverhältnis beginnen?

Dücker: Im Bereich des studentischen Praktikums ist für den Bereich Sozialversicherung zu beachten, dass dieses grundsätzlich als Beschäftigung gilt und daher versicherungspflichtig ist. Dieses gilt für freiwillige Zwischenpraktika während des Studiums, als auch für Praktika vor oder nach dem Studium.

Sehen Studien- oder Prüfungsordnung hingegen verpflichtende Praktika vor, etwa als sog. Praxissemester, sind diese in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungsfrei, unabhängig von ihrer Dauer, Vergütung oder Arbeitszeit. Weitere Auskünfte zur Sozial-versicherungspflicht erteilen insbesondere die Krankenkassen.

Vielen Dank für das Interview!

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Telekom-Stiftung fördert “MINT”-Lehrerbildung

Telekom-Stiftung fördert “MINT”-Lehrerbildung


Tags: Deutsche Telekom Stiftung, Exzellenzinitiative, Förderungsprogramm, Ingenieure, MINI-Absolventen

telekom

Ingenieure braucht das Land. Um den Nachwuchs zu fördern, unterstützt die Telekom- Stiftung mit Beginn des Wintersemesters 2009/ 2010 vier Hochschulen in Berlin, Dortmund und München mit knapp 5 Millionen Euro bei der Ausbildung von neuen Lehrkräften. Die Universitäten sind Sieger eines Exzellenzwettbewerbes zur Entwicklung neuer Konzepte der Lehrerausbildung in den “MINT”- Fächern.

Die zuletzt veröffentlichte IKOM- Analyse belegt den starken Bedarf an technischen Fachkräften. Die Bundesregierung initiierte das neue Förderprogramm “Technikum”, um den Nachwuchs für “MINT”- Berufe zu begeistern. Die Deutsche Telekom-Stiftung wiederum fördert nun speziell die Ausbildung von Lehrkräften in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ziel dabei sei, der Lehrerbildung als einem zentralen Angelpunkt zur Verbesserung des Bildungssystems wieder einen höheren Stellenwert zu geben und damit auch den Nachwuchs mehr für technische Themen zu begeistern. Profiteure davon sind die Technischen Universitäten in Dortmund und München mit je 1,5 Millionen Euro sowie die Freie Universität und die Humboldt-Universität Berlin mit je 750.000 Euro. Sie setzten sich in der zweiten Runde gegenüber sieben anderen Hochschulen mit Ihrem Konzept durch. Die Technische Universität München beispielsweise konnte mit der Einrichtung der “TUM School of Education” überzeugen, welche stark mit den Schulen vernetzt ist und so neben eine gründlichen Ausbildung auch mehr Schulpraktika offerieren kann.

Das es mehr solcher Initiativen braucht, liegt auf der Hand, immerhin scheiden bis 2015 nach Berechnungen des Bildungsforschers Klaus Klemm mehr als 300.000 Pädagogen aus dem Schuldienst aus. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master ist im Gegenzug jedoch vielerorts die Qualität und Attraktivität der Lehre gesunken, so dass die entstehenden Lücken nicht nur quantitativ, sondern teilweise auch qualitativ nur unzureichend aufgefüllt werden. Bleibt also zu hoffen, dass die Förderung als Signal Erfolg zeigt und die Ausbildung von Lehrkräften bundesweit wieder ernster genommen wird!

Quelle: Deutsche Telekom Stiftung

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Wie bewerbe ich mich am besten bei… SAS?

Wie bewerbe ich mich am besten bei… SAS?


Tags: Bewerbungsratgeber, Einstieg bei SAS, Personaler-Interview Marlies Bürkel, SAS Institute, Wie bewerbe ich mich am besten bei SAS

sas

PRAKTIKUMSFÜHRER.de klingelt regelmäßig bei verschiedenen Top-Unternehmen an und fragt für Sie nach: Welche Bewerbungs-Form ist die Beste? Wie sieht der Bewerbungsablauf aus? Und was können die Studenten tun, um bei den Personalern besonders positiv aufzufallen?

Heute im Interview: Marlies Bürkel, Manager Human Resources bei SAS Deutschland.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Art der Bewerbung bevorzugen Sie?

Bürkel:
Wir bevorzugen die Online-Bewerbung.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Online-Bewerbungen gehören heute nahezu zum Standard, sind jedoch für viele Bewerber noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Was zählt für Sie zu den absoluten No-Gos?

Bürkel: Wirkliche No-go´s gibt es eigentlich nicht, wir freuen uns über jeden, der sich bewirbt. Raten möchte ich jedoch allen, die sich bewerben wollen, alle Textfelder auszufüllen, denn damit signalisieren die Kandidaten Interesse. Ansonsten sollten Rechtschreib- oder Formatierungsfehler sowie falsch gespeicherte Dateien vermieden werden. Das Anschreiben sollte kurz und prägnant sein, es wäre von Vorteil, falls bekannt, die Ansprechpartner bei SAS namentlich zu nennen. Zudem muss der Lebenslauf schlüssig und richtig sein. Der Bewerber sollte seine Kontaktdaten auch in der E-Mail noch einmal aufführen und das Foto sollte aktuell sein. Eine Bewerbung ist dann vollständig, wenn sie  Anschreiben, Lebenslauf und Foto beinhaltet. Es sollten nur gängige Formate verwendet werden wie .doc oder .pdf.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
Womit können Bewerber bei Initiativ-Bewerbungen richtig Profil zeigen?

Bürkel: Das können sie, wenn sie ihr Interesse an SAS deutlich machen. Und das machen die Kandidaten, indem sie eine Verbindung zwischen ihrem Lebenslauf und dem herstellen, was SAS tut. Dann sehen wir, dass sie sich mit sich selber und SAS auseinandergesetzt haben. Die Initiativbewerbung sollte aus einem  Anschreiben und einem aussagekräftigen Lebenslauf bestehen. Mit aussagekräftig meine ich, dass der Werdegang detailliert beschreibt, welche Qualifikationen der Kandidat mitbringt. Denn manchmal bewirbt sich jemand initiativ auf eine Position, die aber nicht vakant ist. Nur einem detaillierten Lebenslauf können wir entnehmen, welche Erwartungen und Wünsche der neue Mitarbeiter hat.

PRAKTIKUMSFUEHRER:
In den USA setzt sich nach und nach der Trend von Online-Videobewerbungen durch, während dies hierzulande noch nahezu unbekannt ist. Könnten Bewerber bei Ihnen damit punkten?

Bürkel: Damit könnten Bewerber bei SAS richtig punkten! Wir freuen uns über jeden, der hier etwas besonderes macht und stehen dem offen gegenüber. Wir sind schon gespannt auf die erste Online-Videobewerbung, die wir erhalten werden.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche Qualifikationen sind Ihnen bei einem Bewerber besonders wichtig? (Bitte bewerten Sie von 0-unwichtig bis 5-sehr wichtig)

Bürkel:

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PRAKTIKUMSFUEHRER: Praxis-Erfahrung wird überall hochgeschätzt, was jedoch dazu führt, dass viele Bewerber nach dem Motto “Quantität vor Qualität” ein Praktikum an das nächste hängen. Welche Erfahrungen wären für Sie richtige “Opener”?

Bürkel:
Je vernetzter und engagierter die Kandidaten sind, desto besser. Networking zu betreiben ist für uns sehr wichtig, weil die Kandidaten damit ihr Interesse an anderen und anderem zeigen. Die Erfahrung, die jemand aber mitbringen muss, hängt natürlich von der Position an sich ab. Hochschulabsolventen können natürlich nicht über die Erfahrungen eines Bewerbers verfügen, der schon mehrere Jahre im Berufsleben steht. Deshalb steht bei solchen Bewerbern die Persönlichkeit im Vordergrund, sicher ist es gut, wenn der Kandidat vorher ein Praktikum in einem Unternehmen gemacht hat, aber das ist mittlerweile Standard. Für uns stellt sich die Frage, wie sich jemand darstellt oder wie er im Gespräch reagiert. Bei Berufserfahrenen steht das Branchen- und Fachwissen im Vordergrund.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Suchen Sie ausschließlich nach spezialisierten Fachkräften oder haben auch motivierte Quereinsteiger eine Chance?

Bürkel:
Quereinsteiger sind bei SAS immer sehr willkommen. Die meisten bringen hohes Engagement und Interesse mit. Bei uns haben sich viele Quereinsteiger erfolgreich bewährt, so beschäftigen wir beispielsweise Geologen, Geistes- und Naturwissenschaftler. Unser Deutschlandchef ist Psychologe, so auch unser Marketingleiter.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welche “Soft-Skills” kommen bei Ihnen im Bewerbungsgespräch besonders gut an?

Bürkel: Wir sind ein Unternehmen, in dem die Ideen unserer Mitarbeiter mit einbezogen werden, deshalb sollten unsere Kandidaten aufgeschlossen und kreativ sein und Spaß daran haben, Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Welchen Tipp würden Sie Bewerbern generell geben?

Bürkel:
Authentizität ist das wichtigste. Wenn sich jemand während des Vorstellungsgesprächs verstellt, spürt man meist, dass etwas nicht stimmt. Mein genereller Tipp: Die Kandidaten sollten sie selbst bleiben.

PRAKTIKUMSFUEHRER: Wenn man es geschafft hat: welche Herausforderungen erwarten Bewerber in Ihrem Unternehmen?

Bürkel:
Unsere Mitarbeiter haben bei SAS großen Entfaltungsspielraum und wir fordern sie auf, selbstverantwortlich zu handeln. Was die fachliche Einarbeitung angeht, so unterstützen wir die “Neuen” wo wir können. Unsere Einarbeitungsprogramme begleiten sie über mehrere Wochen, regelmäßige Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten und Mentoren dienen ihnen als Kompass.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Haben Sie weitere Fragen an Frau Bürkel? Kein Problem! Nutzen Sie die Chance und stellen Sie Ihre eigenen Fragen in der Kommentar-Funktion.

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